JPO feiert mit Mahlersinfonie

10. Sep. 2025

   Außerdem stehen die „Lieder eines fahrenden Gesellen“ mit dem Bariton Andreas Beinhauer auf dem Jubiläumsprogramm. Für ihr Sommerprojekt hat sich die JPO mit Ehemaligen verstärkt. „Schon faszinierend, dass mehrere Generationen hier zusammenwirken“, hat Dirigent Uwe Renz beim Pressegespräch am Dienstag auf Schloss Kapfenburg geschwärmt. Rund 110 junge Musikerinnen und Musiker werden Mahlers Kompositionen interpretieren. Der Jüngste ist 14 Jahre jung und haut auf die Pauke. Auch er ein Beispiel dafür, „dass die Talentförderung der JPO immanent eingeschrieben ist“, wie deren Geschäftsführerin Ines Mangold-Walter unterstreicht.

   Landrat Dr. Joachim Bläse rühmt als Vorsitzender des Orchestervereins den guten Teamgeist aller an diesem musikalischen Vorzeigeunternehmen beteiligten Menschen. Mit im Boot sind neben den 14 kommunalen Musikschulen der Region die beiden Landkreise, die Großen Kreisstädte, die Sparkassenstiftung Ostalb und neben weiteren Fördernden speziell bei diesem Jubiläumsprojekt die Stiftung Baden-Württemberg.

   Deren Aufgabe sei es, Besonderes zu fördern, wie der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack darlegt. Neben Wissenschaft und Soziales stehe die Kultur im Fokus. In diesem Jahr werde die Junge Philharmonie Ostwürttemberg zu ihrem Jubiläum unterstützt. Gegründet in einer Zeit, als der Ostalbkreis die zweithöchste Arbeitslosenrate im Land hatte, sei es eine große Leistung, das Orchester über 30 Jahre hinweg mit Leben zu erfüllen.

   Akademiedirektor Moritz von Woellwarth skizziert das Schloss als einen Übungsort für Ensembles aus dem ganzen Lande. Dieser Förderauftrag findet für ihn derzeit zahlenmäßigen Ausdruck in den „140 Menschen im Haus“. Darunter 40 Mitglieder des Jungen Kammerchores. Er erinnert daran, dass der Dewanger Andreas Beinhauer 2016 auf Schloss Kapfenburg mit dem Trude Eipperle-Rieger-Preis für junge Gesangstalente ausgezeichnet worden ist.

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   Das Stichwort für Uwe Renz. Wie kommt man zu Mahler? Als Ergebnis gemeinsamen Nachdenkens, wie der Dirigent betont. Die Sinfonie Nr. 1 in D-Dur hat sich angeboten, „weil Mahler darin die ganze Welt komponiert hat“. Größtes Glück und größte Trauer, Schönes, Groteskes, Ironisches und Makabres. Da in der Sinfonie Melodien aus dem „fahrenden Gesellen“ vorkommen, hat ihn der rote Faden zu dem Liederzyklus geführt, der das Programm abrundet. Andreas Beinhauer hat er einst als Klavierschüler kennengelernt. Jahre später war der Bariton bereits Solist in einer Aufführung der „Carmina Burana“.

   Bernd Brunk von der Musikschule Aalen betont, wie wichtig dieses Orchester für die Musikschulen der Region sei. Denn viele von ihnen seien nicht mehr in der Lage, alle klassischen Instrumente zu besetzen. Deshalb dient das JPO quasi als Reservoir.

   Es sei kein großes Problem gewesen, die Mitwirkenden zusammenzubringen, meint Orchestermanager Bernhard Schwarz. „Alle ziehen an einem Strang“. Es seien zwar „noch einige Meter zu gehen“, doch sicher ohne Stolpersteine. Denn wie charakterisiert Sophie die Stimmung in den Reihen ihrer Orchestermitglieder? „Die Proben machen riesigen Spaß!“ Auch wenn Uwe Renz angesichts des riesigen Klangapparates den Taktstock manchmal zur „Knute“ machen muss.

   Karten gibt es auf www.jpo-w.de, allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. 

 

Wolfgang Nußbaumer

(10.09.2025) 

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