
Im Rahmen des Theaterstücks „Ökozid“ von Andres Veiel und Jutta Doberstein (Regie: Burkhard C. Kosminski) im Schauspielhaus sprechen in jeder Vorstellung Gastredner:innen, die sich mit den unterschiedlichen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels beschäftigen. Für die kommende Vorstellung am Samstag, 9. Juli hat das Schauspiel Stuttgart den Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch (Foto), eingeladen.
Als Reaktion auf diesen Auftritt gibt es seit einigen Tagen auf Facebook massive Einschüchterungsversuche, Hetze und Morddrohungen gegen Resch. Auch gegen das Schauspiel Stuttgart als Veranstalter wurden heftige Anschuldigungen ausgesprochen.
Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski: „So etwas hat das Schauspiel Stuttgart noch nie erlebt. Wir sind entsetzt von der Welle an Gewalt und Hetze gegen Herrn Resch und verurteilen die Hass-Postings aufs Schärfste. Die Morddrohungen wurden an Facebook gemeldet und daraufhin entfernt. Zudem wurde gegen etliche Personen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Das Schauspiel Stuttgart ist ein Ort des Diskurses. Unsere Inszenierungen sind eine Einladung zum demokratischen Dialog, der mit inhaltlichen Argumenten geführt wird. Unsere Einladungen an Vertreter:innen der Automobilbranche, ihre Argumente im Rahmen von Ökozid vorzubringen, wurden allesamt ignoriert. Generell bieten wir vielfältige Möglichkeiten, unterschiedliche Meinungen zu äußern. Als Theater und damit als Ort der Demokratie erwarten wir, dass Meinungen und Positionen sachlich und inhaltlich konstruktiv geäußert werden. Menschenverachtendes und gewalttätiges Verhalten – auch im Digitalen – haben keinen Platz bei uns und in unserer Gesellschaft.“
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