Jetzt erinnert eine Ausstellung mit dem Schwerpunkt Karikaturen in Hugs Weinkontor an die Frohnatur Hannes Münz.
Das Besondere daran hat Galerist Werner Zaiß bei der Vernissage verraten. Diese Zeichnungen in zumeist vom Aquarell bestimmten Mischtechnik sind bisher noch nie gezeigt worden. Dass sie jetzt zu sehen sind, ist Hannes‘ Bruder Hermann Münz zu verdanken. Sicher besonders auch die Person der „Serviererin“ in dieser pfiffigen Bildergalerie, wie der Maler eine seiner Zeichnungen betitelt hat.
Die Schauspielerin Katharina Schmidt vom Theater der Stadt Aalen hat sich ohne Netz und doppelten Boden in deren Interpretation gestürzt. Dem Moment verbunden sind passenderweise ihre Erläuterungen „der Momentaufnahmen“, denen für sie „keine Planung vorangegangen ist“. Deren Charme besteht gerade in dem spontanen Gestus, mit dem Hannes Münz seine mit Ironie gepuderten Selbstporträts als Maler und dem ganzen lebensprallen Personal zu Papier gebracht hat. Sein Bruder Hermann hat im Gespräch mit Katharina Schmidt gemeint, „dass Hannes immer gemalt hat“. Weshalb er sogar zu Zeitungs- und Telefonbuchseiten gegriffen hat.
Eine der Zeichnungen zeigt den Mann, der ihm und etlichen anderen Kollegen am Schubart-Gymnasium in Aalen den Weg zur Malerei gewiesen hat. „S.K. als Tänzer“ hat er unter der unbeschwert durch das Blatt hüpfenden Gestalt notiert. Sieger Köder als „Papageno“. Mehr Karikatur geht nicht.
Zu sehen sind ferner noch einige mit leichter Hand hingeworfene Landschaftsaquarelle mit unverkennbar französischer Verwandtschaft – eine Augenweide.
Info: Die Ausstellung ist bis 18. Juni Mo-Fr 15-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr zu sehen.
Wolfgang Nußbaumer
(14.05.2022)
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