
Er ist ein ganz Großer der Schauspielkunst. Und er hat einen besonderen Lebensweg: Samuel Finzi. Er liest am Samstag, 22. April, im bilderhaus Gschwend aus seiner Autobiographie.
Samuel Finzi wurde 1966 als Sohn einer jüdischen Familie in Bulgarien geboren. Die Mutter war Konzertpianistin, der Vater ein sehr bekannter und beliebter Schauspieler. Finzi studierte ebenfalls Schauspiel an der staatlichen Theater- und Filmakademie in Sofia. Im Wendejahr 1989 verließ er aus politischen Gründen sein Heimatland. Über Paris kam er nach Berlin. Ohne Kenntnis der deutschen Sprache schlug er sich zunächst als Bauarbeiter, als Kurier, als Pfleger, als Treppenreiniger durch.
Zum Wendepunkt wurde für Samuel Finzi die Begegnung mit dem Regisseur Dimiter Gotscheff. Finzis Karriere nahm ihren Anfang. Inzwischen gehört er zu den gefragtesten Schauspielern des deutschsprachigen Raumes. Neben seinen Theaterengagements an allen bedeutenden Bühnen, wie der Berliner Volksbühne, dem Deutschen Theater und dem Burgtheater, ist er in vielen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem wurde er 2015 von der Zeitschrift „Theater heute“ zum Schauspieler des Jahres gewählt.
Eine beispiellose Karriere, ein bewegendes Leben. Seine Erinnerungen hat Samuel Finzi nun aufgeschrieben. Die Autobiographie wird im Frühjahr 2023 erscheinen.
Info: Einlass: 19 Uhr – Beginn: 20 Uhr; Eintritt: € 16,-; Live Streaming-Tickets € 10,-; Schüler, Studenten, FSJler, ALG II und Bürger für Bürger Gschwend: € 10,- (gegen Vorlage eines gültigen Ausweises)
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