Wachstumskritiker beim Musikwinter

29. Apr. 2022

   Der Wirtschaftswissenschaftler und Wachstumskritiker  gilt als einer der wichtigsten Vertreter der „Postwachstumsökonomie“. Als außerplanmäßiger Professor forscht er an den Universitäten Oldenburg und Siegen im Bereich der Pluralen Ökonomie zu dem Thema, wie eine Wirtschaft jenseits der Wachstumslogik aussehen könnte und wie die Transformation hin zu materiell reduzierten, selbstversorgenden und regionalen Wirtschaftskreisläufen funktioniert.

   Klimawandel, das Artensterben, die Verknappung jener Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, aber ganz besonders die Corona-Pandemie zeigten, so Niko Paech, dass alle bisherigen Nachhaltigkeitsbemühungen gescheitert seien. Müssen wir nun alle den Gürtel enger schnallen? Nein, sagt er, denn Suffizienz, moderne Subsistenz und kürzere Versorgungsketten würden dann wichtige Gestaltungsoptionen sein. Zudem sei die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, wie es Befunde aus der Lebenszufriedenheitsforschung Glück ohne Kerosin nahelegten.

   Im Jahr 2006 wurde Niko Paech der Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie verliehen. 2014 wurde er mit dem ZEIT WISSEN-PREIS Mut zur Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Ist die Idee von einem Leben ohne Wachstum eine Utopie oder hat sie reale Chancen auf eine Umsetzung, insbesondere, um das Klima zu retten? Auf diese Gretchenfrage will der prominente Ökonom in seinem Vortrag eingehen.

   Info: Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es bei den bekannten VVK-Stellen sowie im Internet unter www.bilderhaus.de und unter Tel. 07972 – 722 22

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