Sehenswerte „Zwischenbilanz“

12. Nov. 2025

   Dies signalisiert schon deren Titel „Was bleibt? Was bleibt.“ Er kündigt an, zusammen mit seiner Frau Siggi auch künftig zwei bis drei Ausstellungen im Jahr zu zeigen. 

   Was in den Räumen in der Langertstraße 44 in Aalen zu sehen ist, hat indes retrospektiven Charakter. Seine Bilderschau reicht von 1982 bis 2025. Schon die frühe Arbeit mit dem Titel „Nur noch 30 Meter“ weist ihn als politisch denkenden Zeitgenossen aus. Das Blatt zeigt zwei Düsenjets, die über eine dörfliche Landschaft hinwegdonnern. Die neueste Grafik, ein Farblinolschnitt zum Thema Wasser, könnte als Metapher auf das Leben betrachtet werden. Ihr Name: „Es fließet schnell dahin“. Man sieht, Werner Zaiß bleibt mit Radiernadel und Schneidklingen am Ball.

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   Der Galerist hat bei der Vernissage die zahlreichen Gäste mit den verschiedenen Hoch- und Tiefdrucktechniken bekannt gemacht. Vor allem die Linolschnitte gefallen mit ihrem Farbenspiel. Mit den überwiegend kleinformatigen Radierungen zeigt der Künstler, was im Tiefdruck alles möglich ist. Exemplarisch mit filigranen Motiven, zum Teil in unterschiedlichen Farben. Eines lockt das Auge besonders an. Auf der „Vertreibung aus dem Paradies“ sieht man Adam und Eva. Für Werner Zaiß eine „sehr vernünftige Sache“. Denn dadurch seien „die Leute erst zur Erkenntnis gekommen“.

  Thematisch beschäftigt er sich in seinen Radierungen, Holz- und Linolschnitten, Kleinplastiken und stelenartigen Gartenplastiken mit Politik, Natur, Umwelt und Gesellschaft. Mit genauem Blick und unterschwelliger Ironie. 

  Info: Am Sonntag, 23. November, stellt Werner Zaiß ab 14 Uhr in einer Druckvorführung Radiertechniken und Drucktechniken vor. Die Ausstellung ist bis 7. Dezember Mittwoch bis Freitag und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Infos auf der website www.galerie-zaiss.de

Wolfgang Nußbaumer

(11.11.2025)  

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