24.700 Besuche – so viele verzeichneten das Museum und die Galerie im Prediger sowie das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik im alten Jahr. „Mit diesem Ergebnis können wir rundum zufrieden sein“, so Museumsleiterin Dr. Monika Boosen beim Rückblick auf das vergangene Ausstellungsjahr. Dazu ergänzt Joachim Haller, der stellvertretende Leiter: „Im Vorjahresvergleich bedeutet dies zusammengenommen zwar 4.600 Besuche weniger. Dieses Minus von 16 Prozent geht jedoch auf den Umstand zurück, dass in der Galerie zwei Ausstellungen ausfallen mussten.“
Im Einzelnen wurden für das Museum mit der ständigen Sammlungspräsentation und den Sonderausstellungen 10.885 Besuche, für die Galerie 8.523 Besucher und für das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik 5.248 Besuche (ohne Sonderausstellungen) notiert. Im Museum war die Ausstellung zum 200. Geburtstag von Emanuel Leutze (3.4. bis 28.8.) mit rund 5.200 Besuchen der absolute Höhepunkt: „… damit haben Sie den Sohn der Stadt geehrt, aber auch ein künstlerisches Umfeld in Deutschland und in den Vereinigten Staaten! Katalog und Monografie stellen kunsthistorische Denkmäler dar“, lobte ein Gast die auch im überregionalen Feuilleton besprochene Präsentation.
Besuchermäßig am erfolgreichsten war die Ausstellung „Das Flüchtige ist das Ewige“ mit Wand- und Bodenarbeiten von Angela M. Flaig (13.2. bis 29.5.) in der Galerie; rund 6.000 Menschen sahen die Werkschau, die mit zwei Dutzend Wand- und Bodenarbeiten zentrale Schaffensphasen der Rottweiler Künstlerin abbildete: von frühen Papier- über Samenarbeiten bis zu neuen Flugsamenobjekten.
Im Silberwarenmuseum Ott-Pauser schließlich schlugen drei Sonderausstellung Bögen zum historischen Fabrikgebäude: Die Präsentation „Schlagfertig. 15 Jahre Silberschmieden für Goldschmiede“ mit Arbeiten aus den Workshops mit Doris Raymann-Nowak (16.4. bis 3.7.), die Gürtelschließen vom Balkan, aus Asien und Nordafrika (22.5.-30.10.) und die Werkschau mit dem Stadtgoldschmied Paul de Vries (17.7. bis 2.10.), die zusammen 7.100 Besuche verzeichneten.Erste Ausblicke auf das Ausstellungsjahr 2017 In das Ausstellungsjahr 2017 geht es am Freitag, 3. Februar, in der Galerie mit der Eröffnung der Ausstellung „Wandlungen“ von Yong Sa Sommer; bis zum Sonntag, 2. April, geben 54 Arbeiten der gebürtigen Koreanerin einen repräsentativen Überblick über das Werk der Künstlerin, die, unterbrochen durch einen fast 20-jährigen Aufenthalt in Südfrankreich, seit 1975 in Schwäbisch Gmünd lebt und arbeitet. Nach Anfängen mit Stickbildern entstand in konsequenter Entwicklung ein vielschichtiges Œuvre, das heute neben der Malerei und dem Relief auch Fotografien, Collagen und plastische Arbeiten umfasst.
Im Museum steht noch bis Sonntag, 5. Februar, das Werk von Regina Baumhauer im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Little Miss Liberty crossing the Delaware“ geben über 70 Gemälde, Zeichnungen und bildhauerische Arbeiten von den späten 1980er Jahren bis in die Gegenwart umfassend Einblicke in das Schaffen der gebürtigen Schwäbisch Gmünderin und Wahl-New Yorkerin. Eine absolute Entdeckung – und sozusagen ein „Geheimtipp“ – ist im Frühjahr dann die Ausstellung „Amerika – der Traum vom Künstlerleben“ mit Werken von Emil Holzhauer (1887-1986). Im Alter von 19 Jahren, ohne Geld und Englischkenntnisse, verließ er 1906 seine Heimat Schwäbisch Gmünd und ging nach New York, um sein Lebensglück in der Kunst zu suchen – und fand es: Als er 1986 fast hundertjährig im amerikanischen Niceville in Florida stirbt, endet ein reiches, von beachtlichen Erfolgen gekröntes künstlerisches Leben. In der ersten Ausstellung außerhalb der Vereinigten Staaten ist Holzhauers Werk von Sonntag, 5. März, bis Sonntag, 11. Juni, erstmalig und umfassend im Museum seiner Geburtsstadt zu erleben. Zu sehen sind über 50 Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Korrespondenzen zwischen dem historischen Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik und modernem Silber stellt von Sonntag, 30. April, bis Sonntag, 2. Juli, die 18. Silbertriennale International her – einer der wichtigsten internationalen Wettbewerbe im Bereich des Silberschmiedens und der Metallgestaltung. 138 Künstlerinnen und Künstler aus 24 Ländern beteiligten sich am aktuellen Wettbewerb, aus dem eine Fachjury für die Ausstellung 77 Objekte von 65 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt hat. Ihr Ideenreichtum kommt in Materialien, Techniken, inhaltlichen Konzepten und experimentellen Kombinationen zum Ausdruck.
Weitere Informationen zum Ausstellungsprogramm 2017 gibt es im Museum im Prediger unter der Rufnummer 07171/603-4130 oder im Internet unter www.museum-galerie-fabrik.de.
Auf Wunsch erhalten Interessierte das Jahresprogramm und die regelmäßigen Informationen zu den Ausstellungen zugeschickt.
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