Region lässt die Muskeln spielen

02. Mai 2025

   Die ausgezeichneten jungen Kreativen haben ihre Projekte Mittwochabend in der KSK-Hauptstelle Aalen vorgestellt. Landrat Dr. Joachim Bläse gerät als Vorsitzender der Stiftung ins Schwärmen: „Die Stiftung der Kreissparkasse ist ein absolutes Highlight“. Weil sie diejenigen, die für die Gesellschaft als Ganzes wichtige Themen bearbeiten, mit dem Hochschulpreis unterstützt. Und KSK-Chef Markus Frei blickt angesichts der herausragenden Arbeiten zuversichtlich nach vorne: „Das macht schon viel Mut. Sie sind Leuchttürme für die Region.“

   Gewürdigt worden sind die „Leuchttürme“ für folgende Leistungen: Joschua Rettenbacher, Nyal Hettmer und Fabienne Vatter von der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd hatten sich für ihre Bachelorarbeit überlegt, wie man Blinden und Sehbehinderten eine befriedigende Teilhabe an Theateraufführungen ermöglichen könnte. Fündig geworden sind sie dabei auf dem Feld der „Audiodeskription“, also der akustischen Beschreibung visueller Vorgänge. Dazu haben sie mit Betroffenen Kontakt aufgenommen und das von ihnen entwickelte audiodeskriptive Verfahren mit ihnen getestet. „Mega“ fände es das Trio, wenn ihr Modell zum Standard würde.

   Elena Thumm, die an der Gmünder PH ein Studium zur Grundschullehrerin absolviert, hat sich mit ihrem „Planetenweg“ unter die Preisträger eingereiht. Dazu hat sie zehn mit QR-Codes ausgestattete digitale Stationen entworfen, auf denen man nicht nur Infos über die Himmelskörper erhalten sondern auch an einem kleinen Quiz teilnehmen kann. „Wie kommt man auf die Idee, einen Planetenweg zu schaffen?“, will Landrat Bläse wissen. Für die angehende Pädagogin ist ihr Projekt ein sinnvolles Mittel, um das Interesse von Kindern dafür zu wecken, „dass es Spaß macht, die Welt zu entdecken.“ Ihr Traum? „Einen Planetenweg auf dem Gmünder Marktplatz errichten.“

Hochschulpreis_00_20250430_194131_Z8A_5057_HBewersdorf.jpg

Landrat Bläse fühlt Teresa Werner auf den Forschungszahn.

 

   Teresa Werner forscht an der Hochschule Aalen an der Erkennung von Kunststoffen im Gelben Sack, die man für die Herstellung weiterer Produkte wiederverwenden könnte. Um den geeigneten Abfall identifizieren zu können, arbeitet sie mit Fotoapparat und Infrarotlicht. Ihre Masterarbeit ist in den hochschulübergreifenden „Recycling-Board“ integriert. Intern wünscht sie sich, dass die Hochschule ihre in diversen Räumen schlummernden materialen Ressourcen besser erschließt.

   Einen Sonderpreis für ihre Forschung im Bereich der für die Quantentechnologie wichtigen Photonik (in der es laut Wikipedia u.a. um die Grundlagen und die Anwendungen optischer Verfahren und Technologien auf die Bereiche der Übertragung, Speicherung und Verarbeitung von Information geht) hat Theresa Willburger erhalten. Da sie nicht an der Feier teilnehmen konnte, hat ihr betreuender Professor Dr. Riegel die Auszeichnung entgegengenommen.

   Bleibt es für den Rektor der Gmünder PH, Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, ein Fazit zu ziehen: „Es ist tausendmal schöner, wenn die Preisträger ihre Arbeiten vorstellen, als einer großen Laudatio zuzuhören.“ Eine Erkenntnis gibt er noch mit: Zufriedene Studierende seien die beste Werbung für die Hochschulen.

 

Wolfgang Nußbaumer

(02.05.2025)     

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>