Vorwiegend heiter

28. Feb. 2018

   Die Ausstellungstitel „Von der Puppe zur Figurine“, „Heiter bis sehr wolkig“ und „Opulente Minimalismen“ spiegeln die Vielseitigkeit dieser Ausstellung wieder. Von verfremdeten Holz- und Gliederpuppen über bewegliche Wolkenszenen bis hin zu experimentellen Druckserien zeigen die beiden Aalener Künstler die Bandbreite ihres Schaffens. Bei der Vernissage am Sonntag, 11. März, 11.30 Uhr, führt der Kulturjournalist Wolfgang Nußbaumer in die Werkschau ein. Die Gruppe  „Kurs Literatur und Theater“, Schüler des Schubartgymnasium Aalen unter der Leitung von Richard  Haupt, wird in einer Perfomance mit Figuren der Künstler agieren. Die Musik steuern Veronica Gonzalez und Victor Mamani bei.

   Neben den bekannten Holzpuppen und Gliederfiguren, naturalistisch geschnitzt aus Lindenholz, entstehen in der Werkstatt von Traudel von Röthardt ganz neue Objekte, die man als Figurinen oder Kunstpuppen bezeichnen könnte. Diese werden erstmals in dieser Ausstellung gezeigt. Im Vordergrund stehen nicht mehr nur das Lindenholz, sondern andere Zusammenstellungen von Materialien. Zwar bleibt die Puppe als „Fußnote“ erhalten und sichtbar, durch ihre Verfremdung bekommt sie aber eine ungebundene Zweckfreiheit.

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   Goethe hat nicht recht, wenn er behauptet „Über allen Gipfeln ist Ruh‘ …“. Das ist einfach nicht wahr. Zumindest nicht bei Uli Natterer, denn auf seinem Gewölk geht die Post ab, da brummt das wölkige Leben. Auf seinen handfesten Wolken aus Pappmaché wird geflirtet, getanzt, geschaukelt, gesurft und sogar philosophiert. Die wölkige Bevölkerung, sehr bewegliche Figuren beiderlei Geschlechts, tut dies alles in bester heiterer Stimmung. Eben wie schon der Titel „heiter und sehr wolkig“ sagt: alles sehr poetisch und skurril.

   Eine ganz andere Seite seines Schaffens ist Uli Natterers Druckgrafik: seine bisher noch nie ausgestellten experimentellen Druckserien mit dem Titel „Opulente Minimalismen“. Gezeigt werden drei Mappen mit farbigen Linolätzungen bzw. -schnitten. Die Drucke werden in der Ausstellung in einer ungewöhnlichen Weise präsentiert: Sie hängen nicht wie gewohnt an der Wand, sondern verbleiben auf dem Ausstellungstisch. Der interessierte Besucher kann aus diesen Mappen einige Drucke auswählen, die der Künstler  dann kurzzeitig aufhängt, bis der nächste Gast seine Auswahl getroffen hat, so dass sich die Ausstellung stetig verändert – ein interaktives Ausstellungsexperiment.

   Info: Öffnungszeiten: 11. März bis 2. April samstags 13 – 17 Uhr und sonntags 11 – 17 Uhr; Karfreitag und Ostermontag 11 – 17 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Die Künstler sind während der Öffnungszeiten anwesend.

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