Krassnitzer liest Zweig

30. Jan. 2021

Im Rahmen des 34. Gschwender musikwinters – Literatur liest der österreichische Schauspieler und Grimme-Preisträger Harald Krassnitzer am Samstag, 6. Februar, 20 Uhr, aus der „Schachnovelle“ von Stefan Zweig. Corona bedingt als Video-Streaming (Reservix).

   Er war entwurzelt durch die Zerstörung seiner geistigen Heimat Europa und erschöpft von den „langen Jahren heimatlosen Wanderns“. Stefan Zweig, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller seiner Zeit, setzte im Februar 1942 im brasilianischen Exil seinem Leben ein Ende. Von seinen Freunden verabschiedete er sich mit den Worten: „So halte ich es für besser, rechtzeitig und in aufrechter Haltung ein Leben abzuschließen, dem geistige Arbeit immer die lauteste Freude und persönliche Freiheit das höchste Gut dieser Erde gewesen. Ich grüße alle meine Freunde! Mögen sie die Morgenröte noch sehen nach der langen Nacht! Ich, allzu Ungeduldiger, gehe ihnen voraus.“ 

   Zweig, 1881 in Wien geborener Jude, großer Humanist und ein überzeugter Pazifist, trat vehement gegen Nationalismus und Revanchismus ein und warb für die Idee eines im Geist geeinten Europas. 1933 wurden seine Bücher verbrannt und verboten. Nach Jahren des Exils in England floh er 1940 nach Brasilien, wo er bis zu seinem Freitod lebte. 

   Die „Schachnovelle“ ist Höhepunkt und Abschluss zugleich in Zweigs umfangreichem Werk. Ein letztes Mal nimmt sie das Thema der Freiheit des geistigen Menschen gegen die Herrschaft brutaler politscher Gewalt auf. 

   Informationen und Bestellung eines Live-Streaming-Tickets über https://www.bilderhaus.de/programm/uebersicht oder Telefon: 07972 72222; E-Mail: info@bilderhaus.de. Das Streaming-Angebot ist bis zu 72 Stunden nach Beginn abrufbar.

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