Zeugnis christlichen Glaubens

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Das zweieinhalb Stunden dauernde Musical „Wo warst du?“ erzählt nah an der Bibel die christliche Passionsgeschichte vor rund 2000 Jahren.

Zu einem besonderen Erlebnis wird die Geschichte dadurch, dass alle Beteiligten, auch die Kräfte im Hintergrund, sich ehrenamtlich einbringen und die Gefangennahme, Kreuzigung und Auferstehung Jesu als hochaktuelle Grundlage ihres persönlichen Glaubens betrachten. Besonders beflügelt vermutlich auch der gute Zweck der Tournee: Der Reinerlös kommt mehreren Versorgungs- und Bildungsprojekten von „To all nations e.V.“ für Kinder in Afrika, Asien und Südamerika zugute. 

Nach Schwäbisch Gmünd eingeladen wurde Regisseurin Helene Isbrecht mit ihrer Projektgruppe von mehreren freikirchlichen Gemeinden im Gmünder Raum. Ein mit knapp 1200 Besuchern so gut wie ausverkaufter Stadtgarten zeigte das große Interesse an diesem Stoff als Musiktheater.

Hauptperson des Musicals „Wo warst Du“ ist Jesus von Nazareth. Ihm nähert sich der Komponist Walter Tissen, der selbst Pontius Pilatus spielt, über die Zeitgenossen – der König der Juden selbst tritt nicht in Erscheinung. Durch diesen Kunstgriff wird die Wirkung Jesu umso deutlicher. Wenn etwa Petrus vor Scham in Grund und Boden versinkt, weil er Jesus verleugnet hat und dies als unverzeihlichen Akt der Treuelosigkeit begreift. Kurz danach begreift er: „Mein Jesus ist anders, er wird mich nicht hassen.“ Versagen kann Neubeginn sein. Später wird genau dieser Mann christliche Gemeinden aufbauen.

Einige weitere Personen geben Jesus eine Kontur, die verständlich macht, dass damals eine Weltreligion entstand. Die verzweifelte Trauer seiner Mutter Maria nimmt die Zuschauer emotional besonders mit. Aber auch die Sichtweisen von Judas und Maria Magdalena werden dargestellt. Am Ende muss sich das Publikum, das immer wieder mit einbezogen wird, selbst die Frage stellen: „Wo warst du? Wie hättest du dich positioniert?“ 

Sehr zum Gelingen tragen die kraftvolle Musik und die plastischen Szenen bei. Doch vor allem sind es die Akteure, darunter auch einige Kinder und Jugendliche – sogar ein Baby ist bei manchen Szenen auf der Bühne. Sie machen dieses Passionsmusical zu einem Zeugnis christlichen Glaubens.

mar 

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