Die Reformation ist für uns heute so selbstverständlich wie die Demokratie, sie gehört zu unserem Leben einfach dazu. Aber wie genau war das mit Martin Luther und seinen Thesen? Da war irgendetwas mit dem Ablasshandel, aber wenn es nur um Ablässe ging, warum wirkt die Reformation bis in unsere heutige Zeit hinein? In Schwäbisch Gmünd wollen der Staufersaga-Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Geschichte und Kultur erlebbar zu machen und der Schönblick diese Fragen beantworten. Die Antworten sollen spannend und interessant sein, denn auch Martin Luther hatte wahrlich ein aufregendes Leben. So wurde von Matthias Ihden ein Theaterstück über Martin Luther auf den Weg gebracht, das unter anderem zum Jubiläumstag am 31.Oktober aufgeführt wird.
Das Publikum erlebt, was den Augustiner Mönch Bruder Martin bewegte, seine berühmten Thesen anzuschlagen. Einen Papst, der vor Wut außer sich ist und ein sofortiges Ende des ketzerischen Spuks in Deutschland fordert. Michael Schaumann, der erfolgreiche Regisseur und Darsteller vom Kolping-Theater, bekannt aus einer Vielzahl von Musicals, tritt Luther als Gegenspieler, Johann Tetzel auf der Bühne entgegen. Der Barde aus der Staufersaga, Pat Müller, ist als Kanzler Gattinara ebenso auf der Bühne zu sehen, wie viele andere Darsteller, die man in der Staufersaga erleben konnte. Martin Luther wird von dem Schauspieler Benjamin Stoll dargestellt. Insgesamt stehen über 70 Darsteller auf der Bühne dieser großen Theaterproduktion.
Gewänder für alle Darsteller stammen aus der Gewandmeisterei in Schwäbisch Gmünd, unter der Leitung von Gundi Mertens. Die Gewandmeisterei des Staufersaga-Vereins hat nahezu die gesamte Kostüm-Ausstattung des Theaterstücks ehrenamtlich übernommen. Einige Gewänder stammen aus einem Theaterfundus in Berlin. Insgesamt werden die Hauptdarsteller und Statisten für rund 150 Rollen eingekleidet. Viele weitere Persönlichkeiten der damaligen Zeit werden dem Zuschauer begegnen: ein König, ein Papst, Fürsten, Edelfrauen, Kleriker, Mönche, eine Kaufmannsfamilie, Bürger, Magdgesinde und Bettler bereichern die Bühnenpräsenz.
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