„Salzige Träume“ in der Galerie Spitalmühle

28. Juni 2017

Was macht eine Künstlerin, die es in den Ostalbkreis verschlagen hat, die jedoch am liebsten am Meer wohnen würde? Nun, sie findet Mittel und Wege sich das Meer in Bildern ins Haus zu holen. Izabela Jourdan, die in Landsberg an der Warthe/Polen geboren wurde, kam vor 30 Jahren – der Liebe wegen – nach Deutschland.

Malen interessierte sie seit ihrer Kindheit. Eines Tages – vor circa zehn Jahren – sah sie den Maler Bob Ross in einer Fernsehsendung. Instinktiv spürte sie, dass sie auch so malen könnte und sie versuchte es. Das war der Durchbruch für sie. Sie fing mit dem Malen an. Ihre Sujets waren und sind das Meer: mit seiner unabsehbaren Weite, seiner unergründlichen Tiefe, seiner Bewegtheit, seinen Wellen, seinen sich ändernden Farben des Wassers und des Lichtes, seinen Strömungen und seiner Brandung, dem Fließenden und dem Nicht-Fassbaren.

Izabela Jourdan ist Autodidaktin. Sie konnte ihre „salzigen Träume“ in die Realität holen, indem sie sie in Öl- und Pastellbildern eingefangen hat. Angesichts des Meeres ist dies ein Thema mit unendlichen Variationen, das sie auf spannende Weise in ihre Bilder zu bannen weiß. Sie sagt, dass es sie überaus reizt und berührt, einen Moment am Meer festzuhalten, der eigentlich nicht festzuhalten ist. Beim Malen vergisst sie alles um sich herum, kann tief entspannen, findet Ruhe und Freude und entdeckt mit jedem Pinselstrich Neues. Sie taucht quasi ein in einen bestimmten Moment am Meer, hört das Rauschen der Brandung. Von allen Meeren ist es die Ostsee, die sie bevorzugt.

Ihre Vorbilder in der Malerei sind Künstler wie Don Demers, Ran Ortner oder die russischen Künstler Georgi Dmitriev, Igor Sacharov oder Sergey Lim. 

Info: Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet und endet am Freitag, 22. September.

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