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	<title>Klassische Musik &#8211; ostalb.net</title>
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	<description>Kultur aus Ost-Württemberg</description>
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	<title>Klassische Musik &#8211; ostalb.net</title>
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		<title>Vier Posaunen in Harmonie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 13:14:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist schon ein Erlebnis für Auge und Ohr, wenn sich in der barockisierten spätromanischen Basilika in Ellwangen Musik der Renaissance und des frühen Barocks mit diesem Raum vermählt. So geschehen jetzt beim Konzert des Posaunenquartetts OPUS 4 aus Leipzig mit Denny Wilke an der Orgel. &#160;&#160;&#160;&#160;Wo würden die vier Posaunisten des Gewandhausorchesters stehen, ist [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist schon ein Erlebnis für Auge und Ohr, wenn sich in der barockisierten spätromanischen Basilika in Ellwangen Musik der Renaissance und des frühen Barocks mit diesem Raum vermählt. So geschehen jetzt beim Konzert des Posaunenquartetts OPUS 4 aus Leipzig mit Denny Wilke an der Orgel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wo würden die vier Posaunisten des Gewandhausorchesters stehen, ist die erste spannende Frage in der gut besetzten Kirche. Sie haben sich für die Orgelempore entschieden. Das heißt, ihr sonorer Sound braust über die Köpfe der Zuhörerinnen und Zuhörer hinweg, die keinen Blickkontakt haben. Das schmälert den Genuss in keinster Weise. Eher schon die Menschen, die notgedrungen von der Blumenschau im Kreuzgang durch die Basilika zum Ausgang müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ihre Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten eröffnen die Posaunisten und der Organist mit „Multiplicanti sunt“ von Ascanio Trombetti (1544-1590). Schon hier überzeugt der strahlende und doch weiche Klang der Barockposaunen im ausgewogenen Zusammenspiel mit der Orgel. Giovanni Pierluigi Palestrina (1525-1594), der „Fürst der Musik“ wie auf seinem Grab steht, darf mit seiner komplexen, klar strukturierten Musik nicht fehlen. Die Bläser aus Sachsen intonieren „Ecce veniet dies illa“. Bevor sie mit der für Bläser arrangierten geistlichen Chormusik „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ in den deutschsprachigen Raum starten, kann Denny Wilke mit dem fein ziselierten „Nöel en Tambourin“ sein großes Können als Organist solistisch zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-23037" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-1024x768.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-300x225.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-768x576.jpeg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-1536x1152.jpeg 1536w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Musik aus fünf Jahrhunderten erklingt in der voll besetzten Basilika in Ellwangen.           (Fotos: Benjamin Leidenberger)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ein Fest für sich sind die vier Stücke von Aurelio Bonelli und Ludovico Grossi de Viadana, die um 1600 gelebt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Weil der Leiter des Ensembles, Jörg Richter, erkrankt ist, bringt Denny Wilke die Basilikaorgel mit J. S. Bachs „Toccata“ d-Moll wieder solo zum Klingen. Er zieht alle Register und lässt die Pfeifen jubilieren, dass es eine Freude ist. Auch „Carillon de Westminster“ aus der 3. Suite seiner „Pièces de fantasie“ lebt er mit kluger Registrierung zu einem Orgelfest aus. Beide Stücke zählen zu den Höhepunkten dieses Konzerts.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zwischen diesen beiden Kompositionen „singen“ die vier Posaunisten, bei denen Stefan Wagner von der sächsischen Bläserphilharmonie für Jörg Richter eingesprungen ist, den „Vespergesang“ op. 121 von Felix Mendelssohn Bartholdy – sehr harmonisch und innig. OPUS 4 verabschiedet sich mit einem wuchtig-hymnischen Stück von Richard Strauss anstelle des im Programm ausgedruckten „Canticum sacrum“ von Bernhard Krol, der Erkrankung von Jörg Richter geschuldet. Für den herzlichen Beifall des Publikums, das jetzt zu ihnen nach oben zur Orgelempore blickt, bedankt sich das Ensemble mit einem kurzen Bläserstück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Nußbaumer&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Vom Wachsen und Werden</title>
		<link>https://ostalb.net/jpo-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 16:06:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Duo Wrochem]]></category>
		<category><![CDATA[Ina Stoertzenbach]]></category>
		<category><![CDATA[JPO]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Philharmonie Ostwürttemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Kapfenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3641" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3641" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/03/03f59fdd2e12085da20c58ca95e46273.jpg" alt="Foto: Holger Bewersdorf" class="caption" title="Im Frühjahr gibt die JPO einige Konzerte." width="1024" height="683" />Im Frühjahr gibt die JPO einige Konzerte.[/caption]<p><span>I</span><span style="font-size: 12pt;">n den Osterferien ist es wieder soweit – die Junge Philharmonie Ostwürttemberg kommt auf Schloss Kapfenburg zusammen, um sich auf die Konzerte im April vorzubereiten.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Beim Frühjahrsprojekt steht mit Ina Stoertzenbach zum ersten Mal seit 2005 wieder eine Frau am Dirigentenpult. Solisten sind Frederik und Henrik von Wrochem.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Heitere Eleganz, virtuose Brillanz und sinfonische Wucht – bei den anstehenden Konzerten der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg treffen drei Klangwelten aufeinander, die unterschiedlichen&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Epochen entsprungen sind und dennoch ein harmonisches Gesamtbild ergeben. So spannt das&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Programm einen Bogen von klassischen Tänzen über romantische Konzertliteratur hin zu&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">spätromantischer Sinfonik.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Den Auftakt gestaltet das Pre-Orchester mit Mozarts beschwingten „Deutschen Tänzen“, bevor die&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Junge Philharmonie Ostwürttemberg die Bühne übernimmt. Das erste Stück auf dem Programm:&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">die Fanfare aus Dukas‘ „La Péri“. Gefolgt wird es vom Konzert für Violine, Klavier und Orchester von&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Felix Mendelssohn Bartholdy in der später erweiterten Orchesterfassung mit Bläsern. Solisten sind&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Frederik und Henrik von Wrochem. Die Brüder sind 21 und 23 alt und musizieren seit frühester&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Kindheit gemeinsam als Duo. Aufgewachsen in Stuttgart, erhielten sie früh Unterricht bei Lehrern&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">wie Ovidiu Abramovici, Andrej Jussow und Christoph Wyneken. Die Nachwuchstalente&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">wurden&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">mehrfach mit ersten Preisen beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. Henrik&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">studiert seit 2023 Klavier bei Prof. Peter Nagy in Stuttgart, Frederik Violine bei Prof. Aleksey&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Semenenko in Essen. Als Duo Wrochem treten sie regelmäßig in renommierten Konzertsälen auf,&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">darunter die Liederhalle Stuttgart, Schloss Mainau, das Beethovenhaus Bonn, das Kulturzentrum&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Schloss Kapfenburg und die Stadthalle Aalen. Beim Konzert der Jungen Philharmonie erwecken ihre&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">virtuosen Soli gemeinsam mit dem transparenten, farbenreichen Orchesterklang Mendelssohn&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Bartholdys funkelndes Jugendwerk zu neuem Leben.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Zum Abschluss des Konzertabends erklingt dann Sibelius’ kraftvolle Zweite Symphonie, deren&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Finale zu den eindrucksvollsten Höhepunkten der sinfonischen Literatur zählt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Dirigiert wird das Frühjahrsprojekt von Ina Stoertzenbach. Die gebürtige Stuttgarterin ist seit dem&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Wintersemester 2024/25 Chefdirigentin des Abaco Orchester München und aktuell auch am&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Badischen Staatstheater Karlsruhe als Assistentin für die Oper „Dialogues des Carmélites“ tätig. In&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Kürze schließt sie ihr Studium in der Dirigierklasse von Marcus Bosch und Georg Fritzsch an der&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">HMT München ab. Zuvor absolvierte sie ein Studium der Schulmusik und Kirchenmusik an der HfM&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Freiburg.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;<strong>Konzerttermine:</strong>&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Samstag, 11.04.2026, 20 Uhr &#8211; Stadthalle Aalen;&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Sonntag, 12.04., 18 Uhr &#8211; CCS Schwäbisch Gmünd;&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Samstag, 18.04., 20 Uhr &#8211; Waldorfschule Heidenheim.&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Normalpreis 20 Euro,&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Kinder, Jugendliche, Studierende, Azubis 12 Euro;&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Tickets auf www.jpo-w.de, Fon +49 7363 96 18 17 und an allen Vorverkaufsstellen.&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Für Schulklassen gibt es Sonderkonditionen (5,00 Euro/Person). Mehr Infos unter +49 7363</span><span style="font-size: 12pt;">96 18 17 und info@schloss-kapfenburg.de.</span></p>
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		<title>Sternstunde mit Schubert</title>
		<link>https://ostalb.net/sternstunde-mit-schubert-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 12:49:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Schubert]]></category>
		<category><![CDATA[Goldmund Quartett]]></category>
		<category><![CDATA[Konzertring Aalen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Raphaela Gromes]]></category>
		<category><![CDATA[Stadthalle Aalen]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3627" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3627" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/02/505a5676b5a3aa6a3f6b2efa15ce8a2c.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Vier Könner der musikalischen Kommunikation: das Goldblum Quartett." width="1024" height="657" />Vier Könner der musikalischen Kommunikation: das Goldblum Quartett.[/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">Mit dem Goldmund Quartett hat der Konzertring Aalen einen echten Goldfisch an Land gezogen.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Verstärkt mit der Weltklassecellistin Raphaela Gromes haben die Vier mit Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur eine Sternstunde romantischer Kammermusik beschert, bevor sie zu einer Konzertreise in die USA aufbrechen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Nicht alles ist „Scherz“ gewesen an diesem denkwürdigen Abend in der gut besetzten Aalener Stadthalle. Wie der Name von Joseph Haydns gut gelauntem Streichquartett No. 30/2 in Es-Dur besagt. Aber mit federnder Leichtigkeit und einem fantastischen Gespür für die Details der Werke musiziert allemal. In die Hände von souveränen Klangzauberern wie ihnen gehört auch das entsprechende Handwerkszeug. Mit vier Stradivaris hat die Nippon Music Foundation sie bestens ausgestattet.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Die makellose Qualität ihres Zusammenspiels kommt nicht von ungefähr. 2010 haben die Münchner noch als Abiturienten ihr erstes großes Konzert gegeben. Seitdem sind sie zusammen auf den angesagten Konzertpodien dieser Welt unterwegs. Wer bei ihnen als Gast einsteigt, muss auf ihrem Niveau spielen. Wie die Cellistin Raphaela Gromes. Aus einer Musikerfamilie stammend, hat sie 2005 mit 14 Jahren ihr Debut mit einem Cellokonzert von Friedrich Gulda gegeben. Mit dem sonoren Klang ihres Instruments von Carlo Bergonzi aus dem Jahr 1740 unterfüttert und temperiert sie Schuberts spätes Meisterwerk in perfekter Kommunikation mit den vier anderen Streichern.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Dieses Streichquintett hat es mit seinen Extremen zwischen rasendem Forte und dem Versinken in Stille, zwischen himmelhoch Jauchzen und zu Tode betrübt in sich. Für die in Schubert verliebten Musici eine willkommene Gelegenheit, durch ihr großes Können diese Liebe mit dem Publikum zu teilen. Dass aus dessen Reihen immer wieder Zwischenapplaus aufflackert, stört leider den Spannungsbogen, der jeder Komposition innewohnt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-3630" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0269.jpeg" alt="IMG_0269.jpeg" width="800" height="736" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0269.jpeg 800w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0269-300x276.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0269-768x707.jpeg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Der 1. Satz kann als Blaupause für das gesamte Werk gehört werden. Es geht auf und ab. Von dynamischer, expressiver Bewegung hin zu in sich gekehrtem Pianissimo und zurück. Im Adagio scheint tatsächlich die Zeit still zu stehen, so innig wird es interpretiert. Doch bevor man in der Entspannung der Pizzikati-Kommunikation zwischen dem 1. Geiger Florian Schötz und Raphaela Gromes versinkt, wird man schroff aufgeschreckt. Volles Kontrastprogramm bietet wieder der dritte Satz mit einem spritzigen Scherzo und einem sanft abtauchenden Trio. Wenn es in der Unterwelt so schön ist, wer möchte dann noch in den Himmel. Weshalb er das Rondo des 4. Satzes volkstümlich beschwingt mit süffigen Läufen der 1. Geige wieder auf die Erde locken lässt. Schon ist wieder Schluss mit Frohsinn. Das Finale lässt einen mit hektischen tonalen Friktionen zurück.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Zu Beginn haben die vier Musiker ihr Publikum mit dem schon erwähnten „Der Scherz“ vom „Vater des Streichquartetts“ vorgewärmt. „Das humorvollste Werk Haydns“, kommentiert Cellist Raphael Paratore. Vor allem wegen seinem durch Pausen konturiertem Finale.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Zwischen Klassik und frühe Romantik haben die Vier das neoklassizistische Streichquartett No. 4 der Polin Grazyna Bacewicz (1909-1969) platziert. Ein in seinen drei Sätzen spannendes, energiegeladenes, vielfarbiges Werk mit Transparenz und schroffen Eruptionen. Der dritte Satz mit seinem staccatoartigen, tänzerischen Duktus korrespondiert – wenn man so will – mit Haydns und Schuberts Finale.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Für den lang anhaltenden Beifall bedanken sich Quartett und Frau Gromes mit dem alpenländischen „Augenstern“ von Herbert Pixner. Vor dem Konzert hat Konzertring-Geschäftsführer Norbert Locher in die Werke eingeführt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Wolfgang Nußbaumer</em> &nbsp;&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(14.02.2026) &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;</span></p>
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		<item>
		<title>Hoffnung, Wahrheit, Freiheit &#8211; Licht</title>
		<link>https://ostalb.net/hoffnung-wahrheit-freiheit-licht-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 11:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA["Lux in tenebris"]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Batz]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt Nuding]]></category>
		<category><![CDATA[Ellwanger Kantorei]]></category>
		<category><![CDATA[Helge Burggrabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Krämer]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtkirche Ellwangen]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3540" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3540" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/11/e8c4a664fa4cf4c8ae026ba2b433cf60.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Nach der Aufführung freuen sich neben dem Ellwanger Jugendchor und dem Dirigenten Reinhard Krämer alle Mitwirkenden über den verdienten Beifall." width="1024" height="602" />Nach der Aufführung freuen sich neben dem Ellwanger Jugendchor und dem Dirigenten Reinhard Krämer alle Mitwirkenden über den verdienten Beifall.[/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">„Deine Worte atmen Hoffnung und Wahrheit und Freiheit“, lautet der zentrale Satz des Friedensoratoriums „Lux in Tenebris“ von Helge Burggrabe.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Zehn Jahre nach dessen Uraufführung hat ein groß besetztes Ensemble unter der Leitung von Reinhard Krämer in der Ellwanger Stadtkirche mit seiner Interpretation einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Der Komponist folgt in der Abfolge seiner einzelnen Stücke der Anordnung der biblischen Szenen auf den zwei Flügeln der „Bernwardtür“, dem großen bronzenen Hauptportal des Hildesheimer Domes. Zu dessen 1200-Jahrfeier war das Oratorium in Auftrag gegeben worden. Jetzt ist es zu einem Schwerpunkt der Ökumenischen Friedensdekade 2025 in Ellwangen und zu einem Gedenken daran gwworden, dass der 2. Weltkrieg vor 80 Jahren zu Ende gegangen ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bereits am Nachmittag hatte das Ellwanger Friedensforum mit der Landtagspräsidentin Muhterem Aras als Rednerin am jüdischen Friedhof an die Verbrechen der Nazis erinnert, die am Kriegsende in der Stadt begangen worden sind. In der Stadtkirche hat die Rezitatorin Andrea Batz in einem zeitgeschichtlichen Rückblick darauf hingewiesen, dass wegen einer möglichen Bombardierung im Frühjahr 1945 auch in Ellwangen die Angst umging. Anlässe also genug, den Frieden und die Freiheit zu beschwören.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das über weite Strecken textlich und musikalisch emotional aufgeladene Oratorium beschreitet diesen Weg unter biblischen Vorzeichen vom Paradies und der Erschaffung des Menschen über den Sündenfall in die tiefste Finsternis des Brudermords und wieder zurück ins Licht der Erlösung mit perkussivem Grundrauschen bis zum erschreckenden Donnergrollen, erzeugt vom Percussionensemble der Berufsfachschule für Musik Dinkelsbühl. Mit dem Wetterleuchten eines Blechbläsertrios, dem Froh- und Klagegesang des Ellwanger Streichquartetts und dem an der Orgel gewaltige Klangblöcke bewegenden Benedikt Nuding.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Hervorragend gesungen werden die überwiegend von der deutschen Autorin Angela Krampen, aber auch von bekannten Dichterinnen und Dichtern wie Rainer Maria Rilke, Rose Ausländer, Hilde Domin, Hildegard von Bingen, Meister Eckhart und Hilde Domin verfassten eindringlichen Texte von der Sopranistin Julia Küsswetter, Anne Greiling, Alt, dem Tenor Stefan Schneider, dem Bass Markus Simon, dem Ellwanger Jugendchor und der Ellwanger Kantorei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-3541" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/11/IMG_0141.jpeg" alt="IMG_0141.jpeg" width="1024" height="833" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/11/IMG_0141.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/11/IMG_0141-300x244.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/11/IMG_0141-768x625.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Um die Zuhörerinnen und Zuhörer in dem voll besetzten Gotteshaus in das dramatische Geschehen einzubeziehen, platziert Reinhard Krämer die jungen Sängerinnen und Sänger entlang der Bankreihen. Lässt sie flüstern nach dem Minidrama um Kain und Abel. Bis die „Zerstörung“ im Bomben- und Granatenhorror der Schlagwerker fast physisch spürbar wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Diese Gegensätze zwischen laut und leise, zwischen Dissonanzen und Harmonien, zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Tod und Auferstehung, zwischen Finsternis und dem Licht verleihen diesem Werk seine fesselnde Dramatik. Nach dem ganz leisen Schluss mit der Stimme Gottes setzt umso stärker der lang anhaltende Beifall des Publikums ein.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Wolfgang Nußbaumer</em> &nbsp;</span></p>
<p>(18.11.22025)</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</span></p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kammerchor geht volles Risiko</title>
		<link>https://ostalb.net/kammerchor-geht-volles-risiko-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 11:03:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Aalener Kammerchor]]></category>
		<category><![CDATA[Chichester Psalms]]></category>
		<category><![CDATA[Leonard Bernstein]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtkirche Ellwangen]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Gräsle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/kammerchor-geht-volles-risiko-3/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3509" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3509" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/c17033ddd55ecdf5f16c90daa55576ba.jpg" alt="Fotos: Holger Bewersdorf" class="caption" title="Der Aalener Kammerchor hat sich zusammen mit den Instrumentalisten auf der Orgelempore positioniert." width="1024" height="767" />Der Aalener Kammerchor hat sich zusammen mit den Instrumentalisten auf der Orgelempore positioniert.[/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">Was sich der Aalener Kammerchor für seine beiden Konzerte im Oktober in Aalen und Ellwangen vorgenommen hat, ist&#160;&#160;außergewöhnlich. Dvorák, Janácek, Pärt, Sarkissian und Bernstein. Selten gehörte und komplex gesetzte Tonsätze.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Thomas Baur hat indes seinen Chor auf ein Niveau gebracht, mit dem man getrost jedes Risiko eingehen kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;In der evangelischen Kirche der nächsten Landesgartenschaustadt haben sich Chor und Instrumentalisten auf der Orgelempore positioniert.&nbsp;&nbsp;Die Zuhörerinnen und Zuhörer im nicht voll besetzten Kirchenraum können sich also ohne optische „Ablenkung“ voll auf die Musik konzentrieren, die über ihren Köpfen erzeugt wird. Ein lohnendes Unterfangen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der ausgewogene Chorklang überzeugt bereits in Kyrie und Gloria aus der Messe in D-Dur von Antonin Dvorák. Der Orgel mit Andreas Gräsle kommt wie häufig noch bei diesem Konzert eine tragende Funktion zu. Auf den dynamischen Auftakt folgt ein fein austariertes Wechselspiel zwischen den einzelnen Stimmblöcken. Die eingängigen Harmonien des Glorias gipfeln in herausfordernden Höhen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Auf den Romantiker folgt mit dem 1981 geborenen Vahram Sarkissian ein Komponist, der den mittelalterlichen Weihnachtshymnus „Novum Gaudium“ in ein harmonisch aufwühlendes Gewand hüllt. Pauken und Trommel treffen auf a cappella-Gesang, Dissonanzen auf Wohlklang und rauschende Bässe. Ein Kontrastprogramm bis zum finalen Crescendo.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;In „De Profundis“ (Psalm 130 der lateinischen Bibel) des estnischen EKM-Preisträgers Arvo Pärt sind die Tieftöner gefordert, bevor die Tenöre auf dem melodisch fließenden Orgelklang&nbsp;&nbsp;einsteigen. Das Publikum kann in diesem kontemplativen Sound durchatmen.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-3512" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/Kammerchor_02_20251019_173905_Z9A_9258_HBewersdorf.jpg" alt="Kammerchor_02_20251019_173905_Z9A_9258_HBewersdorf.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/Kammerchor_02_20251019_173905_Z9A_9258_HBewersdorf.jpg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/Kammerchor_02_20251019_173905_Z9A_9258_HBewersdorf-300x200.jpg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/Kammerchor_02_20251019_173905_Z9A_9258_HBewersdorf-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Innig intoniert der Chor das selten aufgeführte „mährische Vaterunser“ des großen tschechischen Tonschöpfers Leos Janácek. Auch er lässt die harmonisch orientierte Musik maßvoll dahinfließen, akzentuiert durch den Tenor, die Orgel und Magdalene Haller sowie Tobias Southcott an den Harfen. Fast volkstümlich der Schluss bis zum finalen Amen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Religiös basiert sind zwar auch die „Chichester Psalms“ von Leonard Bernstein. Ihr musikalischer Duktus zeigt jedoch deutlich, dass der Amerikaner auch im Musical zuhause gewesen ist. Der Komponist würzt das dreisätzige Werk zwar nicht mit Pauken und Trompeten, dafür in seiner kammermusikalischen Fassung mit brausender Orgel, Schlagwerk und Harfen. Letztere gehen dank Baurs klangbewusstem Dirigat ebenso wenig im zeitweiligen Bernstein-Furor unter wie der isländische Tenor Óskar Bjartmarsson, der schon bei Janácek als Vorbeter zu hören war, und die junge Altstimme Bela Dieroff.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Bernsteins „Psalms“ sind keine Kinder von Traurigkeit. Wuchtiges Schlagwerk (Christian Brunk und Matteo Konrad) und forcierter Chor kontrastieren mit zarten Klangfarben und dem solitären Knabenalt. Mit knackigem und schon raffiniert ausgeklügeltem Fortissimo geht es hinein ins hebräisch gesungene Geschehen. Der zweite Satz wird geprägt von der Knabenstimme des David und den Sopranen des Chores; die Tenöre schalten sich ein und die rhythmisch dahinschreitenden Bässe. Kein Überschwang im 3. Satz; der Chor singt mit gemessener Frömmigkeit. Selbst das Finale ist kein üppiger Gipfelsturm. Leonard Bernstein kann auch ganz demütig und gefasst ambitionierte Musik gestalten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Der Aalener Kammerchor hat sie mehr als respektabel auf den Punkt gebracht. Den hoch verdienten Beifall holen sich die Mitwirkenden dann im Altarraum der Stadtkirche ab.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</span></p>
<p><em><span style="font-size: 12pt;">Wolfgang Nußbaumer</span></em></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(20.10.2025)</span></p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abschied vom ewigen Eis?</title>
		<link>https://ostalb.net/abschied-vom-ewige-eis-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnungen 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Jasper Lampe]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Hegele]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Kapfenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Copeland]]></category>
		<category><![CDATA[Trude Eipperle-Rieger-Preis]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3496" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3496" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/3a93e06a79b58e8e24434c313eb7a045.jpg" alt="Fotos: Holger Bewersdorf" class="caption" title="Die beiden Preisträger Maria Hegele und Jasper Lampe sowie Sebastian Copeland (3.v.l.) stellen sich zusammen mit (v.l.) Bruno Seitz, der Pianistin Mar Compte, Dr. Hansjörg Rieger, Landrat Dr. Joachim Bläse und Akademiedirektor Moritz von Woellwarth zum Erinnerungsfoto an einen denkwürdigen Abend." width="1280" height="657" />Die beiden Preisträger Maria Hegele und Jasper Lampe sowie Sebastian Copeland (3.v.l.) stellen sich zusammen mit (v.l.) Bruno Seitz, der Pianistin Mar Compte, Dr. Hansjörg Rieger, Landrat Dr. Joachim Bläse und Akademiedirektor Moritz von Woellwarth zum Erinnerungsfoto an einen denkwürdigen Abend.[/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">Gleich zwei Jubiläen konnten bei den „Begegnungen 2025“ am Donnerstag auf Schloss Kapfenburg gefeiert werden. Zum 20. Mal ist der Trude Eipperle Rieger-Preis verliehen worden; und die nach ihr benannte Stiftung besteht seit 50 Jahren.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Die aktuellen Preisträger sind die Mezzosopranistin Maria Hegele und der Bariton Jasper Lampe. Den Festvortrag hat der Fotograf, Klima- und Polarforscher Sebastian Copeland gehalten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Copeland hat mit seinen starken Aufnahmen der bedrohten Polarregion auch für das von Landrat Dr. Joachim Bläse angekündigte „Highlight“ der wieder sehr gut besuchten Veranstaltung gesorgt. „Es soll ja noch Dinge außerhalb des Ostalbkreises geben“, hatte er als Vorstand der Stiftung Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg den Bogen zu Copeland geschlagen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Doch bevor das Wort und die Aufnahmen das Regiment übernehmen, zeigen Maria Hegele mit der „Mondnacht“ von Robert Schumann und Jasper Lampe mit „Komm, Zigány“ aus Emmerich Kálmáns Operette „Gräfin Mariza“ warum sie mit dem mit jeweils 3000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet worden sind. Zwei große Stimmen und Persönlichkeiten, die nicht nur Stiftungsvorstand Bruno Seitz ins Schwärmen geraten lassen. Akademiedirektor Moritz von Woellwarth bescheinigt der Sängerin in seiner Laudatio emotionale Intelligenz und eine Natürlichkeit, die man nicht erlernen könne. Bei Lampe überzeugt ihn neben seiner hellwachen Präzision die spürbare Spielfreude und die Offenheit für künstlerischen Ausdruck. Von Woellwarth übernimmt von Landrat Bläse ein Miteinander, „das wir gut brauchen können, weil es uns weiterbringt“. Bläse hatte zuvor darauf hingewiesen, dass Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und damit auch die Kultur auf der Ostalb Hand in Hand gehen.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-3497" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/terieger-preis_02_20251016_205530_z9a_8516_hbewersdorf.jpeg" alt="terieger-preis_02_20251016_205530_z9a_8516_hbewersdorf.jpeg" width="1024" height="683" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/terieger-preis_02_20251016_205530_z9a_8516_hbewersdorf.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/terieger-preis_02_20251016_205530_z9a_8516_hbewersdorf-300x200.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/10/terieger-preis_02_20251016_205530_z9a_8516_hbewersdorf-768x512.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Dass die „Begegnungen“ in den Genuss der Aufnahmen des vielfach ausgezeichneten Abenteurers und Umweltaktivisten gekommen sind, ist der Zusammenarbeit mit der Firma Zeiss zu verdanken. Genuss ist in diesem Fall nur die halbe Wahrheit. Denn der 60 Jahre alte Forscher mit französischen, englischen und amerikanischen Wurzeln zeigt auch die Kehrseite. Weil das vermeintlich ewige Eis durch den Klimawandel rapide schwindet, beschleunigt sich die Erderwärmung. Der nackte Boden kann die Sonnenstrahlen nicht mehr reflektieren. Er verdrängt zusätzlich das Eis, wie Copeland mit Aufnahmen von Grönland beängstigend dokumentiert. Dokumente des fahrlässigen Umgangs mit dem Planeten Erde. Umso mehr freut man sich an seinen brillanten Fotos von bizarr geformten Eisbergen. Seit über 25 Jahren unternimmt er Expeditionen in die Arktis. Dabei hat er auf Skiern fast 12 000 Kilometer zurückgelegt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Zurück aus der Kälte auf die Bühne. Jasper Lampe schmettert den Ohrwurm „O sole mio“ und Maria Hegele kokettiert mit prickelnden Höhen in dem zungenbrecherischen „Carceleras“ von Ruperto Chapi. In dem Duett „Là ci darem la mano“ aus Mozarts „Don Giovanni“ vereinen sie ihr schauspielerisches und stimmliches Können zum sängerischen „Highlight“ des Abends. Was so leicht und scheinbar mühelos daherkommt, verlangt viel Arbeit und Disziplin, merkt Bruno Seitz abschließend an. Er bricht noch eine Lanze für die musische Bildung. „Sie lehrt uns wahrzunehmen.“ Nur wer die Fähigkeit habe, sich berühren zu lassen, könne auch im Dienst der Gemeinschaft handeln.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Im Fruchtkasten warten dann die wieder reich gedeckten Tische zur kulinarischen Nachbereitung.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><span style="font-size: 12pt;">Wolfgang Nußbaumer</span></em></p>
<p>(17.10.2025)</p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klangmalerei als Hörvergnügen</title>
		<link>https://ostalb.net/klangmalerei-als-hoervergnuegen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2025 10:17:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Beinhauer]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Mahler]]></category>
		<category><![CDATA[JPO]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Arnold]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäbisch Gmünd]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Renz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/klangmalerei-als-hoervergnuegen-2/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3476" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3476" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/4d6d3df269546827fd20816c2996e16a.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Andreas Beinhauer interpretiert zusammen mit der JPO die "Lieder eines fahrenden Gesellen"." width="1024" height="518" />Andreas Beinhauer interpretiert zusammen mit der JPO die [/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">Schrecksekunde. Als die junge Geigerin beim Konzert der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg im Congress Centrum in Schwäbisch Gmünd zu ihrem Platz geht, rutscht sie aus und fällt hin.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Das ist allerdings der einzige Ausrutscher bei der elektrisierenden Aufführung zweier Werke von Gustav Mahler unter der Leitung des versierten Klangmalers Uwe Renz. Er ist seit 20 Jahren JPO-Chefdirigent.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;„Celebrations“ ist die Konzertreihe mit Aufführungen in Aalen, Heidenheim und der Stauferstadt aus Anlass des 30jährigen Bestehens des Vorzeigeorchesters überschrieben. So soll jedes Konzert eine „Feier“ werden. Mit allem, was dazu gehört. Frohsinn und Trauer, Glück und Pech, Schönes und Hässliches, Erhebendes und Makabres – und im Falle der 1. Sinfonie D-Dur eine gehörige Portion Ironie.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Doch bevor die mit einigen Ehemaligen auf über 100 Mitwirkende verstärkte Truppe die vier Sätze in Angriff nimmt, ist Mahlersche Poesie in Reinkultur angesagt. Der aus Dewangen stammende Bariton Andreas Beinhauer gestaltet mit feiner Differenzierung die vier Lieder aus dem Zyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“. Glückseligkeit und Weltschmerz, Hoffnung und Wehmut gehen in der poetischen Aufarbeitung einer gescheiterten Liebe eine innige, doch nicht reibungslose Verbindung ein. Da schneidet „ein glühend Messer“ mit wuchtigem Crescendo und tiefster Verzweiflung direkt ins Herz, bevor Trost in Form von „zwei blauen Augen von meinem Schatz“ naht. Das Orchester trägt den Sänger durch Dur und Moll so exakt wie es sein muss.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Großer Beifall, in den sich zahlreiche Bravorufe mischen, und ein Blumenstrauß aus der Hand von OB Richard Arnold sind der Dank für die tief berührende Interpretation. Arnold hatte zu Beginn auch die Zuhörerinnen und Zuhörer begrüßt und daran erinnert, dass vor 30 Jahren die Gründungsidee für die JPO von Schwäbisch Gmünd ausgegangen sei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-3478" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0063.jpeg" alt="IMG_0063.jpeg" width="1024" height="411" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0063.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0063-300x120.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0063-768x308.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Von einer wohlklingenden Blechbläserfanfare im Foyer in den Peter-Parler-Saal zurückgeholt, erlebt das Publikum im bei weitem nicht voll besetzten Haus eine Sternstunde der Jungen Philharmonie. Schon das eröffnende langsame Unisono der Streicher, aus dem sich Bläsermelodien erheben, sitzt perfekt. „Langsam“ verzeiht nichts. Anfang gut dieser 1. Sinfonie, alles gut. Dann macht sich die musikalische Wanderbewegung auf den Weg durch einen verwunschenen Wald, in dem der Kuckuck und noch einiges andere Getier rufen. Hin und her geht die Komposition, auf und ab, bevor der Satz mit viel Tschingderassabumm auf die Zielgerade einbiegt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Richtig volkstümlich wird es im zweiten Satz mit einem Ländler, zu dem sich später noch echte Walzerseligkeit hinzugesellt. Landleben nach Mahlers Art. Richtig rund geht es im dritten Satz. „Des Jägers Leichenbegängnis“ gestaltet der Komponist als einen augenzwinkernden musikalischen Witz, den Uwe Renz mit seinem Orchester blendend zum Besten gibt. Elemente aus den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ sind in buntem Durcheinander hier ebenso verarbeitet wie der Kanon „Bruder Jakob“ („Frère Jacques“). Langeweile kommt bei diesem tierischen Trauermarsch, der in einem Pianissimo verhaucht, nicht auf!</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Umso gewaltiger der Kontrast zum Auftakt des vierten Satzes. Dröhnender Aufruhr des gesamten Orchesters. Alle haben da alle Hände voll zu tun. Einschließlich Dirigent, der in diesem überbordenden instrumentalen Chaos den Überblick behalten muss. Nach diesem wilden Aufbäumen sinkt das Geschehen quasi erschöpft zurück, bis die Streicher wieder mit dem Durchatmen beginnen. Der turbulente Finalsatz mit mehreren Anläufen zum erlösenden musikalischen Orgasmus erweist sich mit dem Einsatz wirklich aller Instrumente im dynamischen Kontrastprogramm als Krönung der Sinfonie. Stehend blasen die Hornisten das Schlussthema über den Tuttijubel hinweg. Geschafft. Und wie! Stürmischer, lang anhaltender Beifall.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Wolfgang Nußbaumer &nbsp;</em> &nbsp; </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(14.09.2025) &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;</span></p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>JPO feiert mit Mahlersinfonie</title>
		<link>https://ostalb.net/jpo-feiert-mit-mahlersinfonie-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2025 06:51:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Mahler]]></category>
		<category><![CDATA[JPO]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Kapfenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Renz]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3467" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3467" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/f281ac802210810c0fb503efc1b12ce0.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Uwe Renz arbeitet mit seinem Orchester an Mahlers erster Sinfonie." width="1024" height="730" />Uwe Renz arbeitet mit seinem Orchester an Mahlers erster Sinfonie.[/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">Mit Gustav Mahlers erster Sinfonie feiert die Junge Philharmonie Ostwürttemberg (JPO) mit Aufführungen in Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und Aalen ihr 30jähriges Bestehen.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Außerdem stehen die „Lieder eines fahrenden Gesellen“ mit dem Bariton Andreas Beinhauer auf dem Jubiläumsprogramm.&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Für ihr Sommerprojekt hat sich die JPO mit Ehemaligen verstärkt. „Schon faszinierend, dass mehrere Generationen hier zusammenwirken“, hat Dirigent Uwe Renz beim Pressegespräch am Dienstag auf Schloss Kapfenburg geschwärmt. Rund 110 junge Musikerinnen und Musiker werden Mahlers Kompositionen interpretieren. Der Jüngste ist 14 Jahre jung und haut auf die Pauke. Auch er ein Beispiel dafür, „dass die Talentförderung der JPO immanent eingeschrieben ist“, wie deren Geschäftsführerin Ines Mangold-Walter unterstreicht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Landrat Dr. Joachim Bläse rühmt als Vorsitzender des Orchestervereins den guten Teamgeist aller an diesem musikalischen Vorzeigeunternehmen beteiligten Menschen. Mit im Boot sind neben den 14 kommunalen Musikschulen der Region die beiden Landkreise, die Großen Kreisstädte, die Sparkassenstiftung Ostalb und neben weiteren Fördernden speziell bei diesem Jubiläumsprojekt die Stiftung Baden-Württemberg.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Deren Aufgabe sei es, Besonderes zu fördern, wie der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack darlegt. Neben Wissenschaft und Soziales stehe die Kultur im Fokus. In diesem Jahr werde die Junge Philharmonie Ostwürttemberg zu ihrem Jubiläum unterstützt. Gegründet in einer Zeit, als der Ostalbkreis die zweithöchste Arbeitslosenrate im Land hatte, sei es eine große Leistung, das Orchester über 30 Jahre hinweg mit Leben zu erfüllen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Akademiedirektor Moritz von Woellwarth skizziert das Schloss als einen Übungsort für Ensembles aus dem ganzen Lande. Dieser Förderauftrag findet für ihn derzeit zahlenmäßigen Ausdruck in den „140 Menschen im Haus“. Darunter 40 Mitglieder des Jungen Kammerchores. Er erinnert daran, dass der Dewanger Andreas Beinhauer 2016 auf Schloss Kapfenburg mit dem Trude Eipperle-Rieger-Preis für junge Gesangstalente ausgezeichnet worden ist.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-3469" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0051.jpeg" alt="IMG_0051.jpeg" width="800" height="464" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0051.jpeg 800w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0051-300x174.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/09/IMG_0051-768x445.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Das Stichwort für Uwe Renz. Wie kommt man zu Mahler? Als Ergebnis gemeinsamen Nachdenkens, wie der Dirigent betont. Die Sinfonie Nr. 1 in D-Dur hat sich angeboten, „weil Mahler darin die ganze Welt komponiert hat“. Größtes Glück und größte Trauer, Schönes, Groteskes, Ironisches und Makabres. Da in der Sinfonie Melodien aus dem „fahrenden Gesellen“ vorkommen, hat ihn der rote Faden zu dem Liederzyklus geführt, der das Programm abrundet. Andreas Beinhauer hat er einst als Klavierschüler kennengelernt. Jahre später war der Bariton bereits Solist in einer Aufführung der „Carmina Burana“.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Bernd Brunk von der Musikschule Aalen betont, wie wichtig dieses Orchester für die Musikschulen der Region sei. Denn viele von ihnen seien nicht mehr in der Lage, alle klassischen Instrumente zu besetzen. Deshalb dient das JPO quasi als Reservoir.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Es sei kein großes Problem gewesen, die Mitwirkenden zusammenzubringen, meint Orchestermanager Bernhard Schwarz. „Alle ziehen an einem Strang“. Es seien zwar „noch einige Meter zu gehen“, doch sicher ohne Stolpersteine. Denn wie charakterisiert Sophie die Stimmung in den Reihen ihrer Orchestermitglieder? „Die Proben machen riesigen Spaß!“ Auch wenn Uwe Renz angesichts des riesigen Klangapparates den Taktstock manchmal zur „Knute“ machen muss.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Karten gibt es auf&nbsp;<a href="http://www.jpo-w.de/" target="_blank" rel="noopener">www.jpo-w.de</a>, allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.&nbsp;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><span style="font-size: 12pt;">Wolfgang Nußbaumer</span></em></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(10.09.2025)&nbsp;</span></p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Gassenhauer&#8220; von Bach bis Pärt</title>
		<link>https://ostalb.net/gassenhauer-von-bach-bis-paert-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 12:11:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Ellwangen]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schlosskonzert]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftsbund]]></category>
		<category><![CDATA[Thronsaal]]></category>
		<category><![CDATA[Trio Risonante]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3457" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3457" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/8f01312079ceed4936f440f6a633a0e2.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Im Thronsaal des Ellwanger Schlosses unternimmt das "Trio Risonante" einen Streifzug durch die Musikepochen von Barock bis Impressionismus." width="1024" height="687" />Im Thronsaal des Ellwanger Schlosses unternimmt das [/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">"Gassenhauer“. Diesen populären Namen eines Beethoven-Trios hat das „Trio Risonante“ als Überschrift für sein Ellwanger Schlosskonzert gewählt.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Denn die Stücke der drei großen Bs der klassischen Musik „gehen immer“.Und die Kompositionen von Debussy und Arvo Pärt „sind außerordentlich“. Allesamt Bestseller.</span><span style="font-size: 12pt;">So hat zumindest die Cellistin Cosima Regina Federle diese Begriffswahl dem Publikum im ausverkauften Thronsaal charmant erklärt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Wie sie sich zusammen mit dem Klarinettisten Adam Ambarzumjan und Jonas Haffner am Flügel durch dieses weit gespannte Programm gespielt hat, war ein interpretatorischer Bestseller. Ob Ludwig van Beethovens „Trio B-Dur für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 112“ zu Beginn, oder das „Trio a-Moll für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 114 von Johannes Brahms haben die jungen Solisten mit einer erfrischenden Leichtigkeit dargeboten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Selbst in Arvo Pärts „Mozart-Adagio“, eigentlich eine „Trauermusik“, wie Jonas Haffner erläutert, bringen sie die Wehmut zum Leuchten. Der estnische Komponist, der vor 20 Jahren mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd ausgezeichnet worden ist, hat sich dazu von einer Mozartsonate inspirieren lassen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Mit Beethoven, Brahms und Pärt zeigen die Drei, wie gut sie zusammen harmonieren. Johann Sebastian Bach und Claude Debussy geben ihnen Gelegenheit, ihr herausragendes solistisches Format zu zeigen. Die Cellistin hat sich für den langsamen Satz „Allemande“ und die etwas flottere „Gigue“ aus Bachs „Suite für Violoncello solo Nr. 6 BWV 1013“ entschieden. Weil diese „ganz besonders aus dem Innersten von Bachs Seele“ kämen. Beseelt hat Cosima Regina Federle diese Komposition ihrem Publikum nahegebracht. Sie ist wegen ihrer ausgedehnten Kantilenen für die Interpretin reich an Risiken. Kein Problem für Federle.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-3458" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/DSC07652.JPG" alt="DSC07652.JPG" width="1024" height="818" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/DSC07652.JPG 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/DSC07652-300x240.jpg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/DSC07652-768x614.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Adam Ambarzumjan und Jonas Haffner setzen mit der sperrigen „Première Rhapsodie für Klarinette und Klavier“ von Claude Debussy aus dem französischen Impressionismus einen Gegenpol zum barocken Bach. „Ungewöhnliche Farben“ verspricht der Bläser. Mal mit dem dünnen, mal mit dem dicken Pinsel aufgetragen. Lasierende Töne und wuchtige Pinselstriche, dynamisch ausgefeilt, prägen denn auch im wieder perfekten Zusammenspiel das Stück.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Für das abschließende Brahms-Trio wählt der Klarinettist ein zu dessen harmonischem Duktus mit vielen melancholisch dunklen Elementen auch ein dunkler klingendes Instrument. Exzellent die Zwiesprache mit dem sonoren Cello. So schön kann dunkel sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Für den großen Beifall und die mit Pralinen zur Landesgartenschau gefüllten Geschenkpackungen, die ihnen „Stiftsbund“-Geschäftsführer Dr. Richard Krombholz überreicht, bedankt sich das Trio mit einem „Lied ohne Worte“ von Mendelssohn Bartholdy.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Wolfgang Nußbaumer</em> &nbsp; &nbsp;&nbsp;</span></p>
<p>(31.08.2025)</p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Nordisch, experimentell, grandios</title>
		<link>https://ostalb.net/nordisch-experimentell-grandios-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 09:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[EKM]]></category>
		<category><![CDATA[Helsinki Chamber Choir]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Sibelius]]></category>
		<category><![CDATA[NeoQuartet Danzig]]></category>
		<category><![CDATA[Nils Schweckendiek]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Scarlatti]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäbisch Gmünd]]></category>
		<category><![CDATA[Stemmler]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3449" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3449" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/e3f5bf88b546a18f08e48e3a89d4814b.jpg" alt="Fotos: Hartmut Hientzsch" class="caption" title="Hoch konzentriert bei der musikalischen Arbeit: Nils Schweckendiek dirigiert das NeoQuartet Danzig und den Helsinki Chamber Choir." width="1024" height="675" />Hoch konzentriert bei der musikalischen Arbeit: Nils Schweckendiek dirigiert das NeoQuartet Danzig und den Helsinki Chamber Choir.[/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">Zwischen Scarlatti Vater und Scarlatti&#160;Sohn hat das Publikum in der Augustinuskirche beim letzten großen Konzert des EKM-Festivals in Schwäbisch Gmünd mit dem „Helsinki Chamber Choir“ hochspannende Kompositionen aus Finnland und Ungarn erlebt.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp; Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden den Namen Balázs Kecskés vermutlich nicht mehr vergessen. Sein Werk „Komm“ hat allein schon das Kommen gelohnt. Unglaublich, was der junge Komponist aus Budapest an Klängen, Akkorden, kantablen Momentaufnahmen und solitären Melodiesprengseln in diese Partitur hineingepackt hat. Es grenzt schon ans Wunderbare, wie der Dirigent Nils Schweckendiek den zwölfköpfigen Kammerchor und das NeoQuartet Danzig unter einen Hut gebracht hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Für traditionelle Hörgewohnheiten beginnt das Stück, gelinde gesagt, sperrig. Haben Karolina Piatkowska-Nowicka, Pavel Kapica, Michal Markiewicz und Krzysztof Pawlowski ihre Streichinstrumente verstimmt? Doch rasch wird klar, dass dieses schräge Hineinschlittern Mittel zu einem fantastisch ausgeklügelten Zweck ist. Heftige Attacken von den Saiten treffen auf Vokalisen und narrative Elemente des Chores. Ein atonales Festival beim Festival. Ein Hoch auf die Disharmonie. Darf man das? Wenn man’s kann.&nbsp;</span><span style="font-size: 12pt;">Der Mann aus Ungarn, der in den voll besetzten Bankreihen an der deutschen Erstaufführung seines Werkes teilnimmt, kann. Nachdem man zunächst etwas stutzt, zieht es einen hinein in diesen unwiderstehlichen Sog aus entfesselten Musikpartikeln, aus dem Spiel mit wenig Harmonie und viel Disharmonie&nbsp; und dem dynamischen Hinundher. Kein identifizierbares melodisches Gerüst verleiht den Hörenden Sicherheit. Hier ein kurzes Tenorsolo, dort ein schneidend heller Sopranschrei.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Kecskés’ Komposition verlangt absolute Perfektion, ohne die empathische Metaebene zu vernachlässigen. Für einen Wimpernschlag finden sich Chor und Quartett hymnisch zusammen, um sofort wieder auseinander zu driften. Schließlich verklingt dieses „Komm“, das sich auf einen elfstrophigen Text des 1694 gestorbenen deutschen Dichters Paul Thymich bezieht, düster und wehmütig in mehreren Wiederholungen. Das war Gregorianik in heutige Tonsprache übertragen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-3451" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/HIE_5610-_1.jpg" alt="HIE_5610-_1.jpg" width="1024" height="675" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/HIE_5610-_1.jpg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/HIE_5610-_1-300x198.jpg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2025/08/HIE_5610-_1-768x506.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Sieht man die ungarische Sprache als mit der finnischen verwandt an, passt „Komm“ in den nordischen Kontext des Programms. Schon mit „Valossa“ („Im Licht“) der Komponistin Lotta Wennäkoski hat der Chor ein modernes Stück aus seiner Heimat mitgebracht. Atonal und experimentell. Sprache korrespondiert mit reinem Klang. Beide zusammen kulminieren in expressiven Tutti.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Angenehmer ins Ohr geht das Lied „Sommarnatt“ („Sommernacht“) ihres Landsmannes Erik Bergman, das dieser vor 80 Jahren geschrieben hat. Thematisch erinnert es an das Programm von „Spark“ und Sandie Wollasch in der Johanniskirche. Zum Sommer passt das Feuer. Jean Sibelius hat es in jungen Jahren mit „Saarella Palaa“ („Feuer auf der Insel“) in eingängige Noten gefasst.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Mit dem „Salve Regina“ d-Moll von Alessandro Scarlatti und dem 20 Strophen umfassenden „Stabat mater“ dessen Sohnes Domenico zeigt der Kammerchor aus Helsinki, dass er auch das geistliche barocke Genre beherrscht. Mit inniger Hingabe und großer Empathie in der Zwiesprache der Frauen- und Männerstimmen intonieren die Finnen den Klagegesang von Christi Mutter.&nbsp; Nach dem ausgedehnten, berührenden „Amen“&nbsp; bedanken sich Nils Schweckendiek und sein Ensemble für den ausgedehnten Beifall mit einem zärtlich-traurigen Wiegenlied von Jean Sibelius. Eingeschlafen ist dabei bestimmt niemand.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;EKM-Intendant Klaus Stemmler darf mit seinem „Sommer“-Festival hoch zufrieden sein. Und bestimmt schmiedet er schon heftig Pläne für das nächste Jahr. Wir sind gespannt!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Wolfgang Nußbaumer &nbsp; &nbsp;</em>&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(10.08.2025)</span></p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
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