Ein Barde zum Anfassen
Mit weitgehend handgemachter Musik hat ein Singersongwriter der alten Garde zum Abschluss des Kapfenburg-Festivals nochmals ein ausverkauftes Schloss in harmonische Stimmung versetzt.
- Freigegeben in Theater
Mit weitgehend handgemachter Musik hat ein Singersongwriter der alten Garde zum Abschluss des Kapfenburg-Festivals nochmals ein ausverkauftes Schloss in harmonische Stimmung versetzt.
Blaues Licht gibt dem Chorraum der Johanniskirche in Schwäbisch Gmünd ein mystisches Flair. Eine optische Einladung, einzutauchen in ein musikalisch-sinnliches Erlebnis der ganz besonderen Art.
„Nur Liebe“ in „XXL“ steht groß auf der Website von Maite Kelly. „Liebe“ ist denn auch das Zauberwort bei ihrem Auftritt beim Festival Schloss Kapfenburg. Vor der Sängerin singen sich schon mal ihre dicht gedrängt stehenden, überwiegend weiblichen Fans warm.
Zuerst hat sich alles um eine halbe Stunde nach hinten verschoben; und dann gab’s nur eine knappe Stunde lang die Musik, die ein paar Tausend Menschen zum mittlerweile dritten Mal ins Schloss Kapfenburg gelockt hat. Zu Gianna Nannini.
Der Mann ist 74 Jahre alt. Und er steht weit über drei Stunden auf der Bühne. Pausenlos. Diese Legende lebt. Und wie. Wolfgang Niedecken rockt beim Festival zum wiederholten Mal mit seiner Band Schloss Kapfenburg. Ein Heimspiel für das Energiebündel aus Köln.
Die Boygroup ist zwar in die Jahre gekommen, nach wie vor auf der Bühne jedoch taufrisch. Die "Fab Four" der Ostalb haben sich zum Auftakt des Festivals auf Schloss Kapfenburg einmal mehr als lebensnahe Blödelbarden mit Tiefgang präsentiert.
Was für ein Theater im Theater. Und das zuschauende und vor allem zuhörende Publikum mittendrin. Eine Schicksalsgemeinschaft in Jette Steckels Inszenierung des „Mephisto“ an den Münchner Kammerspielen.
Wer assoziiert nicht gleich die „E-Street-Band“, wenn er „E-Town-Connection“ hört. Man entdeckt tatsächlich Parallelen beim Konzert der Ellwanger Samstagabend in der Theatersenke im Schloss.
Draußen lastet auf dem Ellwanger Marktplatz brütende Hitze; drinnen in der Basilika herrscht angenehme Kühle. Aber nicht nur deshalb hat eine stattliche Zahl von Zuhörerinnen und Zuhörern am Sonntag den Weg in das Gotteshaus gefunden.
In jeder Familie ist alles möglich; das Gute und das Schlechte, Vertrauen und Misstrauen, Liebe und Gewalt; Reichtum und Armut, Disziplin und Hedonismus. Exemplarisch hat diese Familienkonstellation Thomas Mann in seinem Debütroman „Buddenbrooks“ beschrieben.