Carmina burana als Feuerwerksmusik Empfehlung

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Musikalisches Spektakel mit Lichtgewitter - die "Carmina Burana" auf Schloss Kapfenburg. Musikalisches Spektakel mit Lichtgewitter - die "Carmina Burana" auf Schloss Kapfenburg. Fotos: Gerd Keydell

Feuerwerksmusik lässt die feste Kapfenburg erbeben. Nicht die von Händel, sondern von Carl Orff.

    Während am Pult Uwe Renz mit schwungvoller Gestik die Junge Philharmonie Ostwürttemberg (JPO) und einen aus der Aalener Kantorei und Ralph Häckers Cappella Nova Unterkochen bestehenden gewaltigen Chor befeuert, zündet Pyrotechnikweltmeister Joachim Berner im Takt dazu seine Leuchtraketen über die Köpfe der zahlreichen Gäste im Innenhof hinweg. Selten hat man die „Carmina Burana“ so feurig erlebt.      

    Zwar hat der starke Wind zunächst ein paar Falten in des Sommers heiteres Gesicht gegraben, während das Folk-Trio „Paddy goes to Hollyhead“ auf der Bühne beherzt die Zeit bis zur Dämmerung überbrückt. Doch dann verwandelt sich die Schicksals- in die Glücksgöttin und gebietet der steifen Brise Einhalt, damit das Orff-Werk nicht vom Winde verweht wird. O Fortuna sei Dank. Zuvor rufen Landrat Klaus Pavel und Burgherr Erich W. Hacker noch die Gewinner einer Lotterie zu sich, mit denen es Fortuna gut gemeint hat.

    Was folgt ist ein von solistischen Intermezzi gekröntes imposantes musikalisches Spektakel. Chor und Orchester wirken nahtlos zusammen, singen und muszieren die in ein flexibles Korsett rhythmisch grundierter eingängiger Harmonien gefassten schlichten Melodien akkurat.

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Der Tenor Michael Elliscasis

 

    Solistische Glanzlichter strahlen besonders bei den Auftritten der glockenrein beseelt intonierenden litauischen Sopranistin Lauryna Bendziunaite von der Stuttgarter Staatsoper zusammen mit den Kindern der von Thomas Haller geleiteten Chorschule der Aalener Kantorei.  Den komisch-trunkenen Part gestaltet der gebürtige Münchner Michael Elliscasis mit seinem tragfähigem, biegsamem lyrischen Tenor, und der Aalener Andreas Beinhauer steuert seinen gepflegten Bariton bei. 

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    Ins rauschende Finale der Liebesabenteuer feuert Pyromann Berner nochmals seine Leuchtkaskaden und sein farbenfrohes Lichtgewitter – „in situ“ wie es singt und kracht.  

Wolfgang Nußbaumer

       

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