Wenn Pippo Pollina erzählt

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Wenn Pippo Pollina erzählt

Pippo Pollina geht ein sehr guter Ruf voraus. Deshalb war der Auftritt des in Zürich lebenden  Liedermachers aus Sizilien in der Schloss-Scheune Essingen schon seit Wochen ausverkauft.

Er hat sein Publikum mit schönen Songs, Leseproben aus seinem ersten Buch und diversen Geschichten nicht enttäuscht.

     Eine dieser Geschichten erzählt davon, wie er den bayerischen Barden Werner Schmidbauer kennengelernt hat. Bei einem Konzert in dessen Heimat ist Pollina eine Gitarrensaite gerissen. Im Scherz hat er gefragt, ob ihm jemand eine neue Saite aufziehen könne. Ein Gast meldet sich, macht’s und spielt gleich auf dem Instrument, dass dem Italiener die Augen übergehen. Seitdem sind sie Freunde. Und er freut sich schon unheimlich auf einen Landsmann Schmidbauers für einen weiteren gemeinsamen Auftritt – Konstantin Wecker. Alle drei wieder bei einem Konzert zu erleben, wäre natürlich das Nonplusultra.

     Pollinas Soloprogramm ist jedoch auch nicht von schlechten Eltern. Seine Stimme wärmt ebenso wie die Lieder, die er interpretiert. In seinem Buch reflektiert er nicht nur über sein Leben als Musiker, sondern über Weckers Drogenkarriere und deren Überwindung ebenso wie über die Umweltzerstörung und – natürlich – über die Liebe. Die Leseproben garniert er mit Videos und Erläuterungen. Am fesselndsten ist der Sizilianer jedoch, wenn er zur Gitarre greift und unter anderem Titel seiner letzten CD „Il sole che verrà“ singt.

     Das Hörvergnügen wird zumindest vor der Pause durch sein für ein Open Air-Konzert taugliches Equipment getrübt. Aber als er einen Gang zurückschaltet und zusammen mit den ebenfalls aus Sizilien stammenden jungen Prestigiacoma-Schwestern musiziert, ist alles gut – und der Beifall riesig. 

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