Die Bedrohung im Farbfeld Empfehlung

Der Maler und Architekt Klaus Fischer Der Maler und Architekt Klaus Fischer Fotos: hag

Passanten, unterwegs auf Straßen und Plätzen, zu zweit oder allein, mit Tasche, Rucksack oder Fahrrad, ihren Schatten als alter ego immer dabei – der Maler Klaus Fischer zeigt Menschen im öffentlichen Raum.

    In der Galerie Zaiß sind bis zum 17. Dezember mehr als 30 Bilder des in Aalen geborenen und in Fellbach lebenden Künstlers ausgestellt. Zahlreiche Gäste kamen zur Vernissage.

    Zu sehen sind jedoch nicht nur alltägliche Straßenszenen, die dem Betrachter einen gewissen Wiedererkennungseffekt bescheren, sondern Bilder, die keine realen Landschaften abbilden. Es sind neue, in diesem Jahr entstandene Arbeiten. Auch in diesen surrealen Welten sind Menschen unterwegs, bewegen sich über Planquadrate aus leuchtenden Linien wie Figuren übers Schachbrett. In Räumen, konstruiert wie ein labyrinthisches Spielfeld, versehen mit Elementen der Wirklichkeit: ein Stückchen Himmel, eine Straßenkreuzung, eine Siedlung mit exakt angeordneten Häusern, dazwischen tun sich tiefe Abgründe auf.

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    Er organisiere seine Bildräume als verstörende, unheimliche Landschaften und lege ein Mosaik der Gesellschaft zusammen, das ein anderes Bild als die täglich gesehenen ergibt, beschreibt der Kulturjournalist Wolfgang Nußbaumer das Werk Klaus Fischers in seiner Einführungsrede. Allen Arbeiten ist gemeinsam, dass sie den Blick von oben zeigen. Der Maler blickt auf seine Bildszenen herab. „Wie ein Architekt auf das Entwurfsmodell“, so Nußbaumer.

    Der Vergleich kommt nicht von ungefähr: Fischer hat Architektur studiert und als Architekt gearbeitet, ehe er sich für die Malerei entschieden hat. „Wenn man so will, ist es die zweidimensionale Abstrahierung seines früheren dreidimensionalen Schaffens“, sagt Nußbaumer.

beak 

Info: Die Ausstellung ist bis zum 17. Dezember Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und Sonntag von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung zu sehen. 

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