Sonnenschein pur

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Sonnenschein pur
Mit „Wochenend und Sonnenschein“ hat das Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester seine Gäste im voll besetzten Predigersaal begrüßt.
Der Auftakt sorgte augenblicklich für Stimmung. Die gute Laune wurde über das gesamte Programm aufrechterhalten. Beliebte Melodien der 20iger und 30iger Jahre des letzten Jahrhunderts erfreuten die Zuhörer.  
   „Fascinating Rhythm“ hatte Dirigent Ulrich Hieber das abwechslungsreiche Programm überschrieben. Fetzig und auf den Punkt unisono spielte das Akkordeonorchester.  Der witzig parodistische „kleine grüne Kaktus“ der Comedian Harmonists lud zum Mitsummen ein. 
   Dann feierte die Swing Ära ihr Comeback. Duke Ellington war arrangiert worden für Akkordeon. Tatsächlich, erzählte Hieber launig, war einmal ein Akkordeon in Ellingtons Formation mit von der Partie. Das Stück „Accordeon Joe“ von C. Smelser war wohl diesem zuliebe komponiert worden. Auch im Akkordeonorchester von Hieber spielt ein Joe seit vielen Jahren, Joachim Kratochwille. Was lag näher, als diese Komposition dem Ensemblemitglied zu Ehren auszuwählen? Ziesel ersetzte in seinem Arrangement das Vokaleinsprengel durch die Posaune. Auch wenn man den Hals reckte, der lange Zug der Posaune ließ sich nirgends ausmachen. Die Posaune wurde vom Elektronium kunstvoll imitiert. Eindrucksvoll ließ das Orchester mit orientalischer Anmutung die Karawane vorbeiziehen.
    Dann zogen die Jungen des Percussion Ensembles der Musikschule Waldstetten ein. Ein fulminanter Auftritt mit „Oye como va“ unter Leitung von Manfred Fischer wurde, was kaum möglich war, noch getoppt von einem Trommelquartett. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks feuerten die Schlegel auf Xylophone und Marimbaphone ein. Katchaturjans Säbeltanz wurde rhythmisch schmissig und trotzdem in der Lautstärke fein abgestimmt interpretiert. 
   Immer wieder zwischendurch trat das Percussion Ensemble an. „Tequila“ und „Fusion Mallets“  zeigte die Könnerschaft der jungen Truppe. Die ganz große Nummer war die Leiternummer. Bauleitern brachten die dafür mit weißen Kapuzenjacken gekleideten Jungs auf die Bühne. Dann ergoss sich ein Trommelfeuerwerk die Leitertritte rauf und runter, das seinesgleichen suchte. Magisch illuminiert hieben die Stöcke des Ensembles auf  die Leitern ein. Ihr ganz persönliches Zugabestück „Zirkus Renz Marsch“ setzte den Schusspunkt ihres Schlagwerks. 
    Bekannte Melodien von Abba intonierte das Akkordeonorchester. Mit „Hello“ trat die junge Sängerin Alena Fischer auf. Das 18jährige schlanke Mädchen mit den langen blonden Haaren und einem kessen Spitzentop mit tiefem Rückenausschnitt überraschte durch eine gewaltige Stimme. Zu James Bond Melodien interpretierte sie mit großer Variationsbreite den „Skyfall“.  Mit dem Schlussstück von Queen „The show must go on“ verabschiedete sich das Orchester mit seiner großartigen Sängerin vom Publikum. Und deutete damit schon voraus auf sein im April anstehendes Klassikprogramm. Gemeinsam setzten das Akkordeonorchester und das Percussion Ensemble mit dem „Tiger Rag“ eine letzte Duftmarke.
 
wid

 

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