Islam und Staat

Islam und Staat Foto: Photografie www.kenzler.org

Die Religionsreihe des Gschwender "musikwinters" steht in dieser Saison unter dem Motto: Die Weltreligionen – Religion und staatliche Identität.

Den Auftakt macht Islamwissenschaftler Hamed Abdel Samad. Seine Positionen zum Islam sind unmissverständlich. Hamed Abdel Samad ist der Ansicht, dass der Islam weder reformierbar noch demokratisch ist. Wie erklärt er sich die Entwicklung zu einer immer engeren Verbindung von Staat und Religion in der arabischen Welt? Wie kommt es, dass sich Staaten im 21. Jahrhundert auf die Scharia berufen, eine 1300 Jahre alte islamische Gesetzgebung? Und was sind die Wege aus diesem Dilemma? 

Hamed Abdel Samad studierte Englisch und Französisch in Kairo, Politik in Augsburg und Japanisch in Japan. Er arbeitete als Wissenschaftler in Erfurt und Braunschweig sowie in Japan, wo er sich mit dem Shintoismus und dem Buddhismus auseinandersetzte. Bis Ende 2009 lehrte und forschte er am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der Universität München. 2010 wurde er als Teilnehmer zur 2. Deutschen Islamkonferenz berufen. Seit November 2011 ist er im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Hamed Abdel Samad durch seine Autobiografie "Mein Abschied vom Himmel" (2009) bekannt. Nach der Veröffentlichung in Ägypten sprach eine Gruppe eine Fatwa gegen ihn aus. Seitdem lebt er unter permanentem Polizeischutz. Auch seine Titel "Der Untergang der islamischen Welt", "Der islamische Faschismus", "Mohamed – Eine Abrechnung" und "Ist der Islam noch zu retten? - Eine Streitschrift in 95 Thesen" haben für rege Diskussionen gesorgt.

Info: Mittwoch, 25. Oktober,bilderhaus Gschwend, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: € 10,-, Schüler, Studenten, FSJler, ALG II und SCHUB-Senioren: € 5,- (gegen Vorlage eines gültigen Ausweises)

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