Rembrandts "Pallas Athene" Empfehlung

Oberbürgermeister Thilo Rentschler (li.) und Kunstvereinsvorsitzender Artur Elmer präsentieren mit berechtigtem Stolz bei der Ausstellungseröffnung Rembrandts Gemälde. Oberbürgermeister Thilo Rentschler (li.) und Kunstvereinsvorsitzender Artur Elmer präsentieren mit berechtigtem Stolz bei der Ausstellungseröffnung Rembrandts Gemälde. Foto: Stadt Aalen

Rembrandts „Pallas Athene“ und weitere 34 Werke sind bis zum 8. Dezember in Aalen beim Kunstverein im Alten Rathaus zu sehen.

   „Ich denke, ihr Weg hierher hat sich gelohnt“, sagt Artur Elmer, Vorsitzender des Kunstvereins bei der Preview zur Rembrandt-Ausstellung. Wissenschaftler, Sammler, ausgewählte Gäste und Medienvertreter sind zur ersten Schaustellung der wunderbaren Werke Rembrandts und seiner Schüler am Samstagnachmittag in die Räume des Kunstvereins gekommen. OB Thilo Rentschler begrüßt sie und macht keinen Hehl daraus, dass diese Schau etwas Besonderes ausstrahlt.

   Einen Tag nach dem 350. Todestag des großen Malers des Goldenen Zeitalters das als verschollen gegoltene Werk „Pallas Athene“ zu zeigen, gereicht Aalen zu großer Ehre. „Im Rembrandt-Jahr sind Ausstellungen in Den Haag, Köln, München, Amsterdam…und eben in Aalen zu sehen. Eingebettet in unsere Kulturwochen bildet diese Ausstellung einen Höhepunkt“, sagt Rentschler. Artur Elmer weist bescheiden auf Formalien wie die begrenzte Zuschauerzahl, die zeitgleich die Werke betrachten darf, und den Sicherheitsdienst hin. Doch wer in seine Augen blickt, nimmt das wache Leuchten ebenjener wahr – deutliches Indiz dafür, dass Elmer zufrieden mit seiner vorbereitenden Arbeit ist, die rund ein Jahr andauerte.

   Prof. Christoph Krekel, Professor am Institut für Konservierungswissenschaften und Leiter des Archäometrischen Labors an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart steht ebenso wie Dr. Achim Riether, Kurator der Staatlichen Graphischen Sammlung München, den Medienvertretern Rede und Antwort. Weitere Kunsthistoriker, Restauratoren und einige Sammler diskutieren über das Werk Rembrandts und seiner Schüler. „Ich wage kaum, sie Schüler zu nennen. Viele sind große Künstler gewesen“, sagt Artur Elmer. 

   Im Interview spricht er von der Goldenen Epoche im Moloch Amsterdam, während ringsum der Dreißigjährige Krieg tobt. Zufällige Treffen mit Kunstkennern hätten zu der Ausstellung geführt. Das Geheimnis, das sich um das verschollene Bild der Pallas Athene rankt, will Elmer nicht lüften. „Kunst ist unteilbar. Wir wollen sie der Bevölkerung wie der Wissenschaft zugänglich machen“, sagt er. Und taucht kurz darauf wieder in die Herangehensweise Rembrandts ein. Elmer beschreibt, wie Rembrandt das Feminine gegen männlich Kriegerisches ausspielt und so Rembrandts Pallas Athene scheinbar zum Leben erweckt. 

   Im vollen Rathausfoyer wurde dann am Sonntag die Ausstellung „Lehrer Rembrandt – Lehrer Sumowski“ offiziell eröffnet. OB Thilo Rentschler dankte dem Ausstellungsmacher Artur Elmer als Vorsitzendem des Kunstvereins Aalen für seine Klugheit, Weisheit und sein strategisches Geschick, das ihn mit den Tugenden der Pallas Athene, Hauptbild der Rembrandt-Schau, verbinde. „Eine derartige Schau hat es in der Region noch nicht gegeben. Die Ausstellung mit 35 Werken erinnert nicht nur an Rembrandt, sondern auch an den Kunsthistoriker und Kunstlehrer Prof. Werner Sumowski“, sagte Rentschler und wies auf den druckfrischen Katalog des Deutschen Kunstverlags hin.

   Dr. Achim Riether ging auf die ausgestellten Werke und die Rembrandt-Forschung ein. Danach konnte ein Teil der Gäste rund 100 Meter weiter die Ausstellung betrachten, ehe ab 13 Uhr die Allgemeinheit die Bilder in Augenschein nehmen konnte.

   Info: Bis zum 8. Dezember sind die Bilder im Alten Rathaus am Marktplatz in Aalen zu sehen. Karten zu zehn Euro gibt es in der Tourist-Information, Reichsstädter Straße 1. Öffnungszeiten: Sa/So/Di/Mi/Do/Fr 10-12 u. 14-17 Uhr.

pm

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