SK trifft bei Rudolf Kurz auf HAP Grieshaber

Der Bildhauer Rudolf Kurz zeigt in seinem Atelier Arbeiten von Sieger Köder und HAP Grieshaber. Der Bildhauer Rudolf Kurz zeigt in seinem Atelier Arbeiten von Sieger Köder und HAP Grieshaber. Foto: Hermann Sorg

Der Malerpfarrer Sieger Köder (1925-2015) von der schwäbischen Ostalb und der in Rot a.d. Rot in Oberschwaben geborene Holzschneider von der Achalm, Helmut Andreas Paul (=HAP) Grieshaber (1909-1981) sind sich – soweit bekannt - nie begegnet.

   Von Sieger Köder weiß man, dass er die Holzschnitte Grieshabers kannte und schätzte. Auch war ihm klar, dass HAP Grieshaber mit vielen seiner Werke politische Aussagen machte. Sieger Köder war katholischer Priester und hat seine Malerei zuvorderst in den Dienst der Verkündigung gestellt. Eine Gegenüberstellung ihrer Kunst ist im Atelier von Rudolf Kurz in Ellwangen, Im Spitalhof 1, zu sehen. Bei HAP Grieshaber denkt der Kunstinteressierte schnell an die bildfüllenden Holzschnitte; Sieger Köder ist in seinen letzten Lebensjahrzehnten durch seine farbkräftigen Altäre, Kreuzwege und Bildfenster ein fester Begriff in der süddeutschen Kunstgeschichte geworden.

   Gibt es da überhaupt Gemeinsamkeiten oder sind Grieshaber und Köder nicht grundverschieden gewesen? Ist es möglich die beiden miteinander zu vergleichen oder wenigstens gegenüber zu stellen: Sieger Köder, der katholische Theologe und seelsorgende Pfarrer und HAP Grieshaber, der lebenslang mit linken Gruppierungen sympathisierte?

   Betrachtet man Sieger Köders 1968 entstandenen Radierungen der „ Tübinger Bibel in Bildern“, entdeckt man einen ganz anderen Menschen. Von seiner Farbigkeit verwöhnt, muss man bei seiner  Reduzierung auf Schwarz und Weiß geradezu hinschauen und darüber nachdenken, was er wohl mit diesem Bild und dem jeweils dazu gehörenden Bibelzitat meint.

   Der Bildhauer und Maler Rudolf Kurz hatte die Idee einzelne Blätter der Köder‘schen „Tübinger Bibel“ dem „Kreuzweg der Versöhnung“ von HAP Grieshaber gegenüber zu stellen.

   Info: Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni 2019 jeweils an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs von 16 bis 19 Uhr. Veranstalter der Ausstellung ist die Stiftung „Kunst und Kultur in Rosenberg“.

pm

Letzte Änderung amFreitag, 17 Mai 2019 13:07
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