Anziehende Klangmelange Empfehlung

  • geschrieben von  asaw
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Anziehende Klangmelange Foto: Konzertbüro Jung (Die Aufnahme ist nicht im Gmünder Münster entstanden)
Ein festliches Gala-Konzert mit Bach-Trompeten und Orgel hat am Fasnacht-Sonntag im Heilig-Kreuz-Münster Schwäbisch Gmünd große Resonanz gefunden.
   Der Zusammenklang von Trompeten und Orgel bildet eine beliebte Klangmelange, die viele Zuhörer anzieht. So auch das Barock-Konzert zugunsten des Münsterbauvereins. Ganz besonders wenn hervorragende Interpreten wie  das Stuttgarter Trompeten-Ensemble auf den Münster-Organisten Stephan Beck treffen.
   Ganz in Dur getunt, präsentierte sich der barocke Teil des Konzerts. Die Ouvertüre D-Dur Nr. 7 von Johann Samuel Endler für drei Trompeten, Pauken und Orgel machte den Auftakt. Tiefe Orgelklänge stehen am Anfang. Unmerklich fast verschmilzt der Orgelton im Zusammenklang mit den Trompeten zu einem kongenialen Klangbild. Die Trompeten steuern eine fröhlich-feierliche Note bei. Im finalen Orgelsatz mischen sich nochmals die munteren Trompetenstimmen ein.
   Stephan Beck schiebt eine zarte leise Orgelimprovisation dazwischen mit hellen Tönen.
   Alessandro Scarlattis Toccata D-Dur für drei Trompeten, Pauken und Orgel zeigt sich munter beschwingt. Die beiden Allegro-Sätze werden mit einem besinnlichen Orgelübergang im Adagio verbunden.
   Volle Register zieht Beck in seiner nächsten Improvisation, die überleitet zu  Georg Philipp Telemanns Konzert F-Dur für drei Corni da caccia, Pauken und Orgel. Die Jagdhörner von Christian Nägele, Johannes Knoblauch und Joachim Jung weben dezent einen filigranen Jagd-Anklang in die Orgeltextur. Verhalten majestätisch das Maestoso, freudig erregt vibrieren die Blechtöne im Allegro, das Grave gehört der Orgel, die von Paukenschlägen grundiert wird, und im Vivace erklingen hell melodisch noch einmal  die Bläser vor dem Untergrund der mächtigen Orgel.
   Die nächste Orgelimprovisation bereitet mit zarten hohen Melodietönen, Akkorden und dunklen Resonanzen auf drei Spirituals  vor. Aus der Feder von Claude Rippas, geboren 1946, stammen die Spirituals „My time ain’t long“. An Pauke und Schlagzeug Uwe Arlt. Mit dem Marche tromphale von Sigfrid Karg-Elert 1873-1933 findet das wunderbare Konzert ein jubilierendes Finale über den Choral „Nun danket alle Gott“.
   Der große Beifall des Publikums wird mit Zugaben aus dem Programm belohnt.
 
Helga Widmaier 
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