"Schwerelos" auf der Ostalb Empfehlung

  • geschrieben von 
  • Gelesen 48 mal
Aron Strobel freut sich auf sein "Heimspiel". Aron Strobel freut sich auf sein "Heimspiel". Foto: -uss

Die „Münchner Freiheit“ wird zum Fanal. Zur Freiheit an sich, zur Freiheit für die wilden Bienen – und zu einer musikalischen „Superaktion“ im Stadion des VfR Aalen.

   Dies hat zumindest Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann just auf dessen grünem Rasen versprochen. Die Garantieerklärung gibt postwendend der Leadsänger der Kultband von der Isar, Tim Wilhelm, ab. „Wir brennen auf das Festival“, versichert er mit Herzblut in der sonoren Stimme. Fühle sich doch ihr Auftritt wie ein Heimspiel an. Das liegt an dem stattlichen Gitarristen Aron Strobel. Der Sechziger stammt aus Schwäbisch Gmünd-Bargau. Staufisches Urgestein in Bayerns Metropole. Dort hat er mal ein Soziologiestudium angefangen; wenig später hat er die Wissenschaft an den Nagel und seinen Einszweiundneunzig die Gitarre umgehängt. So viel Freiheit muss sein. „Callgirl“ hieß die erste Band, die er mitgegründet hat. Fast 40 Jahre sind das jetzt her. „Damit hat sich’s halt so ergeben“, erklärt er lapidar. Die aufkommende deutsche Welle spülte die Legitimation mit, in der Muttersprache zu singen.  „Oh Baby“ hieß 1986 der erste Hit. „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ beweist bis heute Ohrwurmqualität. An der Erfolgsstory hat Strobel als Komponist kräftig mitgestrickt.

     Der singende Schauspieler Tim Wilhelm hat sich nach einer langen Karriere auf diversen Brettern erst 2012 für die „Freiheit“ entschieden. Obwohl er nicht so aussieht, ist er ein Wagner-Fan. Nicht vom Fußballer Sandro sondern vom Komponisten Richard. Da kann er im Grunde nichts dafür. Er ist halt im Schatten des berühmten grünen Hügels als Sohn musikalischer Eltern in Bayreuth geboren. Sein Opa hat bereits bei den Festspielen gesungen. Warum er seinen Hund „Seppi“ und nicht „Fafner“ (nach dem Drachen im „Ring der Nibelungen“) getauft hat, kann nur ein Tiefenpsychologe klären. Das Hunderl hat allerdings auch gar nichts Drachiges an sich.

    Dass beim Ostalb Festival alle Fans „schwerelos“ bleiben werden, davon ist Armin Abele vom Veranstalter „Ventura“ überzeugt. Vanessa Mai, Michelle, DJ Ötzi, Anna-Maria Zimmermann, Markus Becker und Vincent Gross werden die am Himmel über Aalen leuchtenden Schlagersterne blitzeblank polieren. Damit ist wohl ein fantastisches Konzert garantiert, wenn „Die Fantastischen Vier“ als Gallionsfiguren des deutschen Hip Hop auf ihrer Captain Fantastic Open Air Tour am Samstag, 8. Juni, in Aalen rappen werden.

Info:Tickets gibt’s unter anderem unter der Hotline 01806 700 733 

 

Wolfgang Nußbaumer

       

Nach oben