Kunstpreis der VR-Bank für Cordula Güdemann Empfehlung

Kunstpreis der VR-Bank für Cordula Güdemann Foto: Thorsten Nerling

Zum 15. Mal wird die VR-Bank Ostalb im Jahr 2019 ihren Kunstpreis vergeben. Diesmal an die Malerin Professorin Cordula Güdemann.

   Die 1955 im badischen Wehr geborene Meisterin des lakonischen Witzes studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Rudolf Schoofs und - bei dem viel zu jung verstorbenen - Dieter Krieg in Düsseldorf. Ihr Talent wurde früh gewürdigt mit dem Villa-Romana- und dem Villa-Massimo-Preis, bevor sie 1995 eine Professur für Malerei an der Stuttgarter Akademieder Bildenden Künste erhielt.Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

   Als herausragende Vertreterin der figurativen Malerei hat sich Cordula Güdemann die Welt der abstrakten Kunst erobert, die einem so zum Greifen nah kommt, teils als Landschaftsanmutung, teils als urbane Fiktion oder als negative Utopie. Dass sie diese indifferenten Szenerien auszuformulieren vermag, ist ihrer Peinture zu verdanken. Sowohl ihre großformatigen Bilder wie auch die mittel- und kleinformatigen Gouachen bestechen durch ihre drastische, manchmal splittrig explosive Farbigkeit.

   "Die Malerin versteht Kunst auch als Reaktion auf gesellschaftliche und weltpolitische Entwicklungen. In den neuen Bildern lässt sich ein Weg von der Abstraktion zur Figuration und wieder zurück verfolgen, der im Grunde kein Weg, sondern fast schon ein Parcours auf dem Allgemeinplatz ist: In diesem Werk gibt es keinen Unterschied zwischen den einstmals getrennten Lagern." (Günter Baumann, Auszug aus der Eröffnungsrede im Kunstverein Böblingen)

   In der Ausstellung ist auch die Serie „49 Vips“ zu sehen. Dazu erschien im Kerber Verlag ein Buch mit den „Simultantexten“ des Schriftstellers Peter O. Chotjewitz. Jedem „Vip“ wurde ein Text beigegeben. Das künstlerische Werk von Cordula Güdemann hat die Jury des Kunstpreises der VR-Bank Ostalb insbesondere wegen seiner Bandbreite und seiner hohen Aussagekraft fasziniert.   

   Info: Der 15. Kunstpreis der VR-Bank Ostalb wird am Sonntag, 12. Mai 2019, 11 Uhr, in der Galerie im Rathaus Aalen vergeben, verbunden mit der Vergabe des 3. Inklusionspreises der VR-Bank Ostalb und der Stadt Aalen. Die Preisvergabe ist mit einer Ausstellung verbunden, die zu diesem Zeitpunkt eröffnet wird. - Der Kunstpreis-Jury wird ab dem nächsten Jahr neben Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Stadt Aalen, Dr. Roland Schurig, Geschäftsführung Stiftung Schloss Fachsenfeld, der Direktorin des Ulmer Museums Dr. Stefanie Date, der Kunsthistorikerin Dr. Sabine Heilig und Vertretern der VR-Bank Ostalb die Leiterin des Museums im Prediger in Schwäbisch Gmünd, Dr. Monika Boosen, in Vertretung Joachim Haller, der stellvertretende Leiter, angehören. Somit werden künftig auch Ausstellungen der Kunstpreisträger im Museum im Prediger im Wechsel mit der Galerie im Rathaus Aalen und auf Schloss Fachsenfeld stattfinden.

pm vr-bank

Letzte Änderung amDonnerstag, 08 November 2018 12:54
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