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	<description>Kultur aus Ost-Württemberg</description>
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		<title>Rätselreise durch Bildermärchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:09:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Rühmann]]></category>
		<category><![CDATA[Palais Adelmann Ellwangen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer zur Zeit ins Palais Adelmann in Ellwangen geht, betritt eine verwunschene Welt. Gestaltet hat sie die in Aalen lebende Künstlerin Jessica Rühmann. „Es war einmal…“ hat sie ihre wieder von Bernhard Maier kuratierte Ausstellung überschrieben. Inspiriert zu farbenfroher Malerei und Zeichnungen haben sie die von den Gebrüdern Grimm gesammelten Märchen. &#160;&#160;&#160;Bevor Jessica Rühmann ans [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wer zur Zeit ins Palais Adelmann in Ellwangen geht, betritt eine verwunschene Welt. Gestaltet hat sie die in Aalen lebende Künstlerin Jessica Rühmann. „Es war einmal…“ hat sie ihre wieder von Bernhard Maier kuratierte Ausstellung überschrieben. Inspiriert zu farbenfroher Malerei und Zeichnungen haben sie die von den Gebrüdern Grimm gesammelten Märchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bevor Jessica Rühmann ans Mikrofon tritt, um den zahlreichen Gästen ihre Arbeiten zu erläutern, raunt der Leiter des städtischen Kultur- und Presseamtes Dr. Anselm Grupp das Wort „verwunschen“. Und schon erklingt Klaviermusik, die sich diesem Wort widmet. Johannes Billich wird bei der Vernissage noch öfters zu seinen gelungenen spontanen Improvisationen in die Tasten greifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie schön. Eine Kunst assistiert der anderen. Warum Märchen? Für die Malerin „eine wahre Schatzkiste“. 2009 hat sich die gelernte Grafikerin selbständig gemacht. Grafik und Malerei sind Seelenverwandte. Logisch, dass sich Jessica Rühmann Pinsel und Palette zugewandt hat. 23 ihrer ÖL- und Acrylbilder sind im Palais zu sehen. Ferner diverse zwischen 2017 und 2025 entstandene Zeichnungen. Einige ihrer Skizzen sind Grundlagen für zwei der märchenhaften Gemälde. Eigentlich geht sie an die weiße Leinwand „intuitiv“ heran.&nbsp;&nbsp;Einfach mal einen Pinselstrich setzen. Doch wenn man figürlich malt, „wird dieser Ansatz schwierig“. Deshalb hat sie mit Skizzen angefangen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0533-1-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-23101" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0533-1-1024x768.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0533-1-300x225.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0533-1-768x576.jpeg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0533-1-1536x1152.jpeg 1536w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0533-1-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf einem Büchertisch im ersten Obergeschoß ergänzen Märchenbücher die Märchenbilder.                    (Fotos: -uss)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zumal sie die zum Teil kaum bekannten Märchen gerne gegen den Strich bürstet. Das „Rotkäppchen“ ist bei ihr eine selbstbewusste junge Frau. Der böse Wolf steht ihr „Draußen im Walde“ nur schemenhaft gegenüber. Und auf dem Bild „fresh red cap“ blickt sie mit bloßem Oberkörper und der roten Kappe auf den langen Haaren den Betrachter und nicht das Tier an. Es gibt einiges auf ihren Bildern zu entdecken, das nicht den tradierten Erwartungshaltungen und Sehgewohnheiten entspricht. Zum Beispiel gesellschaftliche Kritik, wie sie andeutet: „Als Erwachsener Märchen zu lesen, eröffnet ganz neue Perspektiven.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Art, wie Jessica Rühmann diese umsetzt, gibt dem Betrachter seine Deutungshoheit. Diese Bildwelten zu interpretieren, ist ein Abenteuer für sich. Mit dem „Yellow Submarine“ zum „Wasser des Lebens“ abtauchen? Nur zu! Und dabei noch „Devil’s granny“ zuwinken („Der Teufel und seine Großmutter“), die im Treppenhaus giftgrüngelb auf einen herunterblickt. Oben warten auf einem Büchertisch noch einige Märchenbildbände aus den Beständen der benachbarten Stadtbibliothek.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Besucherinnen und Besucher sind indes nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Mitmachen eingeladen. Im Gartensaal wartet eine weiße Holzlilie darauf, bemalt zu werden. Die Aalener Künstlerkollegin von Jessica Rühmann, Waltraud Schwarz, hat den Anfang gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Info: Die Ausstellung ist bis 4. Oktober Do-So und am Tag der deutschen Einheit 14.30-17 Uhr geöffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wolfgang Nußbaumer   </em>        </p>
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		<title>Hartung-Ausstellung endet</title>
		<link>https://ostalb.net/hartung-ausstellung-endet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 12:34:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
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					<description><![CDATA[– Nach fünf erfolgreichen Monaten geht am Sonntag, 27. September, die Ausstellung „Hans Hartung und die deutsch-französische Freundschaft“ zu Ende, die unter der Schirmherrschaft des scheidenden französischen Generalkonsuls in Stuttgart Gaël de Maisonneuve stand. Nur noch eine Woche können Meisterwerke des Klassikers der Nachkriegsmoderne in Galerie im Prediger erlebt werden, bevor sie unter anderem zur Fondation [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">– Nach fünf erfolgreichen Monaten geht am Sonntag, 27. September, die Ausstellung „Hans Hartung und die deutsch-französische Freundschaft“ zu Ende, die unter der Schirmherrschaft des scheidenden französischen Generalkonsuls in Stuttgart Gaël de Maisonneuve stand. Nur noch eine Woche können Meisterwerke des Klassikers der Nachkriegsmoderne in Galerie im Prediger erlebt werden, bevor sie unter anderem zur Fondation Hartung-Bergman in Antibes zurückreisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Einen ersten Schwerpunkt legt die Ausstellung auf unbekanntere Werke Hans Hartungs aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, während dem der in Leipzig geborene Künstler in der französischen Fremdenlegion gegen Deutschland kämpfte und Bein verlor. Wie er diese traumatischen Erfahrungen in seinen von schwarzen Linien geprägten, abstrakten Gemälden verarbeitete, faszinierte ein Stuttgarter Sammlerehepaar besonders: Die Psychiater Greta und Ottomar Domnick die Werke Hartungs, der nach dem Krieg in Paris lebte, eine Wanderausstellung französischer abstrakter Kunst durch Deutschland zu organisieren. Ein diplomatischer Coup aus Liebe zur Kunst! Kraftvolle Spätwerke des Künstlers aus seinem letzten Lebensjahr, 1989, gleichzeitig einem Schicksalsjahr der europäischen Geschichte, schließen die Schau ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Besonders lebendig wurde die Ausstellung bei den Veranstaltungen aus dem Begleitprogramm. Die Eröffnung war gleichzeitig der Festakt zu 50 Jahren Städtepartnerschaft mit Antibes und wurde gemeinsam mit Ehrengästen aus der Partnerstadt gefeiert. Im Juli hielt die Leiterin der Sammlung Domnick in Nürtingen, Vera Romeu, einen Vortrag und stellte die These auf: „Kunst wirkt als Friedensinstrument“. Darin erzählte sie, wie auf dem neutralen Boden der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg erste Begegnungen zwischen Menschen aus Frankreich und Deutschland stattfanden. „Kunst wirkte viel früher friedensstiftend als Diplomatie, Politik und Wirtschaft.“ Eine Erfahrung, die Hoffnung für aktuelle Konflikte schenkt.Auch sonst war das Interesse an der Ausstellung groß: Besucher und Besucherinnen reisten extra aus Berlin oder München an, darunter interessiertes Fachpublikum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">   Eine letzte Gelegenheit für eine öffentliche Führung bietet sich am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr: Unter dem Titel „Ottomar Domnick und Hans Hartung – Kunst und Therapie“ geht die Kunsthistorikerin Romana Wojtynek am letzten Ausstellungstag besonders auf den Blick des Psychiaters Ottomar Domnick auf die abstrakte Malerei Hans Hartungs im Kontext der Nachkriegszeit ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eintrittspreise</strong>: Erwachsene 5,00 Euro / ermäßigt: 3,00 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und Mitglieder des Museumsvereins: Eintritt frei</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Öffnungszeiten</strong>: Dienstag, Mittwoch, Freitag 14–17 Uhr, Donnerstag 14–19 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 11–17 Uhr</p>
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		<title>Ehrlich und herzerwärmend</title>
		<link>https://ostalb.net/ehrlich-und-herzerwaermend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 11:36:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jazz/Rock/Pop]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein ehrliches, herzerwärmendes Konzert und die perfekte Werbung für ein inklusives Miteinander hat die „Groove Inclusion“ ihren zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern bei der Landesgartenschau in Ellwangen beschert. Die rund 27 Mitglieder der Big Band der vhs Vorderes Remstal überzeugen mit zahlreichen Soul- und Jazzhits. 2026 hat die Band den „Deutschen Jazzpreis“ in der Kategorie „Musikvermittlung [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein ehrliches, herzerwärmendes Konzert und die perfekte Werbung für ein inklusives Miteinander hat die „Groove Inclusion“ ihren zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern bei der Landesgartenschau in Ellwangen beschert. Die rund 27 Mitglieder der Big Band der vhs Vorderes Remstal überzeugen mit zahlreichen Soul- und Jazzhits. 2026 hat die Band den „Deutschen Jazzpreis“ in der Kategorie „Musikvermittlung und Teilhabe“ gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Unter Leitung der Jazzprofis Hans Fickelscher (Percussion), Arne Meerwein (Saxofon) und Holger Bihr (drums) eröffnet die Band ihr Programm mit dem Salsa-Titel „Oye como va“, den „Santana“ einst zum Welthit gemacht hat.&nbsp;&nbsp;„Bei mir bistu shein“ von Shalom Secunda gibt der Sängerin Jenny Gelegenheit, ihre große Soul-Stimme in Szene zu setzen. Aktueller denn je Oscar Petersons „Hymn for Freedom“. Und noch ein Klassiker: Lou Reeds „Walk on the wild side“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="741" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0505-1-1024x741.jpeg" alt="" class="wp-image-23086" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0505-1-1024x741.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0505-1-300x217.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0505-1-768x556.jpeg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0505-1-1536x1111.jpeg 1536w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0505-1-2048x1482.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">  Die Band spielt einen Salsa-Rhythmus, zu dem einer der behinderten Musiker (r.) die passenden Schritte zeigt. (Fotos: -uss)</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Gauner sind diese Musikerinnen und Musiker im Alter von 29 bis 69 Jahren, von denen 15 eine amtlich bescheinigte Behinderung haben, bestimmt nicht. Auch wenn sie, von Fickelscher augenzwinkernd angekündigt, „Alles nur geklaut“ spielen. „Proud Mary“ darf man als Erkennungsmelodie von „CCR“ bezeichnen. „Ain’t got no, I got Life“ von Nina Simone scheint Jenny wieder auf den Leib geschrieben worden zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch nicht nur sie hat Groove und Swing intus. Von den Instrumentalisten zeigen immer wieder einige ihr solistisches Können, darunter sogar eine Violinistin. In Erinnerung bleibt dem Publikum sicher ein Duett zwischen einer Trompeterin und einem richtig guten Posaunisten. Mit „Unchain my heart“ von Bobby Sharp, dessen Hit-Tauglichkeit später Ray Charles und Joe Cocker unter Beweis gestellt haben, biegt die klasse Band aus dem Unteren Remstal in die Zielgerade ein. Als Zugabe für die „Standing Ovations“ spielen die Musikerinnen und Musiker zuerst einen Song von Nina Simone, der als Motto des Konzerts gelten darf: „Feeling good“. Um dann mit dem Seelenwärmer schlechthin ihren Auftritt zu beenden: „Hallelujah“ von Leonard Cohen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wolfgang Nußbaumer     </em>  </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Am Ende sind alle &#8222;Champions&#8220;</title>
		<link>https://ostalb.net/am-ende-sind-alle-champions/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 13:07:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[„We are the Champions“ haben ein paar Tausend Menschen im und vor dem Zelt der Sparkassen-Heimatbühne auf der Landesgartenschau in Ellwangen zusammen mit der Siggi Schwarz-Band angestimmt. Champions sind zu diesem Zeitpunkt am Ende eines denkwürdigen Konzertabends mit der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg und der Rockband alle gewesen. &#160;&#160;&#160;Eröffnet haben den musikalischen Reigen die rund 70 [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">„We are the Champions“ haben ein paar Tausend Menschen im und vor dem Zelt der Sparkassen-Heimatbühne auf der Landesgartenschau in Ellwangen zusammen mit der Siggi Schwarz-Band angestimmt. Champions sind zu diesem Zeitpunkt am Ende eines denkwürdigen Konzertabends mit der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg und der Rockband alle gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Eröffnet haben den musikalischen Reigen die rund 70 JPO-Instrumentalisten mit zwei Sätzen aus der Orchestersuite „Die Planeten“ von Gustav Holst. Angetrieben von der starken Gestik ihres Dirigenten Uwe Renz haben sie „Mars“ und „Jupiter“ mit dynamischem Sound auf die Reise um die Sonne geschickt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dann hüllt sich der Rock in ein klassisches Gewand. Mit dem „Survivor“-Titel „Eye of the Tiger“ startet die fünfköpfige Schwarz-Truppe in das gemeinsame Spiel mit dem klassischen Orchester. Da die Band ziemlich basslastig ausgesteuert ist, bleibt die JPO als Partner nur als harmonisches Grundrauschen vernehmbar. Immerhin! Den Spaß an der Freude trübt das kaum. Der Besuch im „Hotel California“ der „Eagles“ ein rockiges Vergnügen. Eine Frau meint: „Und das müssen Dreizehnjährige spielen.“ (Das jüngste Mitglied des Orchesters ist so jung.) „Aber die kennen den Text nicht“, meint sie lächelnd. Ob sie sich da mal nicht täuscht. Ganz gut passt der nächste Titel dazu: „It’s My Life“ von „Bon Jovi“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="453" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0490-1-1024x453.jpeg" alt="" class="wp-image-23069" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0490-1-1024x453.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0490-1-300x133.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0490-1-768x340.jpeg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0490-1-1536x679.jpeg 1536w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/09/IMG_0490-1-2048x905.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Siggi Schwarz und seine Band tummeln sich in Rockklassikern wie der Fisch im Wasser.           (Fotos: -uss)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">   2018 ist seine Band zum ersten Mal mit der JPO zusammen aufgetreten, erzählt Siggi Schwarz zwischendurch. Für ihn eine große Ehre, „mit den Besten der Guten zu spielen“. Im nächsten Februar wird er 69. Aber die Finger fliegen immer noch atemberaubend schnell über Saiten und Griffbrett seiner E-Gitarre. Bis zum „Final Countdown“. Auf den Weg zur Venus geht das Orchester nicht mit, sondern begleitet von großem Applaus von der Bühne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Sie wird die nächste Stunde von Siggi Schwarz und seinen vier Mitstreitern beherrscht. Und Rockklassikern von Chris Thompson, den „Beatles“, „Santana“, einem eigenen Song des Bandleaders und zwei Dauerohrwürmern von „Queen“. Dafür hat Siggi Schwarz den Repräsentanten schlechthin an seiner Seite. Der Sänger und Komponist Sascha Lien hat schon fünf Jahre lang beim Musical „We will rock you“ in Köln und anderen Städten mitgewirkt. In Erinnerung daran intoniert der Bruchsaler, der in Berlin lebt, die Hymne „Bohemian Rhapsody“ und als Zugabe „We are the Champions“. Und Siggi Schwarz kann mit seinen unter die Haut gehenden Improvisationen nochmals zeigen, warum er es hierzulande mit jedem Rockgitarristen aufnehmen kann. Meisterlich lässt er in George Harrisons „While My Guitar Gently Weeps“ sein E-Instrument „weinen“. Auch er ist unter den Guten immer noch der Beste.  Daraufhin machen sich alle die Champions beseelt auf den Heimweg. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wolfgang Nußbaumer&nbsp;</em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



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		<title>Von Himmel und Erde</title>
		<link>https://ostalb.net/von-himmel-und-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 12:07:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Faust, die Moldau, Friedensbringerin Venus und Magier Uranus – das und mehr erwartet das Publikum beim Sommerprojekt der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg. Tickets für die Konzerte im September gibt’s überall im Vorverkauf.  Bei den Konzerten stehen drei ganz besondere Werke auf dem Programm. Eröffnet wird der Abend mit einer der bedeutendsten deutschen Komponistinnen des 19. Jahrhunderts: [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Faust, die Moldau, Friedensbringerin Venus und Magier Uranus – das und mehr erwartet das Publikum beim Sommerprojekt der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg. Tickets für die Konzerte im September gibt’s überall im Vorverkauf. <br></strong>   Bei den Konzerten stehen drei ganz besondere Werke auf dem Programm. Eröffnet wird der Abend mit einer der bedeutendsten deutschen Komponistinnen des 19. Jahrhunderts: Emilie Mayer und ihrer kraftvollen „Faust-Ouvertüre“, die Gretchen in den musikalischen Mittelpunkt stellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Mit „Die Moldau“ von Bedřich Smetana folgt eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik, bevor zum Finale Gustav Holsts „Die Planeten“ erklingt. Die monumentalen Klangeffekte und die Fülle an Klangfarben machen die siebenteilige Orchestersuite zu einem Vorbild der Filmmusik des 20. Jahrhunderts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Das Sommerprojekt findet in Kooperation mit der Cappella Aquileia statt. So unterstützen Mitglieder des Orchesters der Opernfestspiele Heidenheim die Probenarbeiten des Nachwuchsorchesters und die Dozierenden der Streichinstrumente spielen bei den Konzerten mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Partner des Sommerprojekts sind der Ostalbkreis, Sparkassenstiftung Ostalb, Domotherm, die Widmann Stiftung und die Stadt Heidenheim.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konzerttermine</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Samstag,12.09.2026, 20.00 Uhr, Waldorfschule Heidenheim<br>Sonntag, 13.09.2026, 18.00 Uhr, Stadthalle Aalen<br>Samstag, 19.09.2026, 20.00 Uhr, CCS Schwäbisch Gmünd<br><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Preise</u></strong>: Normalpreis 20 Euro; Kinder, Jugendliche, Studierende, Azubis 12 Euro</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Holger Bewersdorf</p>
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		<title>Blödelbarde mit Hindernissen</title>
		<link>https://ostalb.net/bloedelbarde-mit-hindernissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 12:27:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Es sollte einer der vielen Höhepunkte im Veranstaltungsprogramm der Landesgartenschau in Ellwangen werden. Tatsächlich ist das Konzert von Helge Schneider Donnerstagabend knapp an einem Skandal vorbeigeschrammt. &#160;&#160;&#160;&#160;Warum? Zwischen sechs- bis siebentausend Helge-Fans haben sich schon eine Stunde vor Beginn in und vor der Sparkassen Heimatbühne versammelt. Prima Stimmung. Hörbar. Genau das ist das Problem. Der [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es sollte einer der vielen Höhepunkte im Veranstaltungsprogramm der Landesgartenschau in Ellwangen werden. Tatsächlich ist das Konzert von Helge Schneider Donnerstagabend knapp an einem Skandal vorbeigeschrammt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Warum? Zwischen sechs- bis siebentausend Helge-Fans haben sich schon eine Stunde vor Beginn in und vor der Sparkassen Heimatbühne versammelt. Prima Stimmung. Hörbar. Genau das ist das Problem. Der Blödelbarde und seine drei Instrumentalisten kommen mit ihrer Bühnentechnik gegen dieses Stimmengrundrauschen nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Helge Schneider fängt dennoch an. Artig beginnt er mit einem Kompliment: „Das ist ein schöner Ort hier!“ Weniger gut gefallen ihm die „Lauter!“-Rufe.&nbsp;&nbsp;Eine Viertelstunde wird am Sound geschraubt. Seine Stimmung kippt. Er empfiehlt „Hörgeräte“ und meint schnippisch: „Jetzt habe ich keine Lust mehr!“ Er verschwindet mit seiner Truppe von der Bühne. Bahnt sich hier eine Katastrophe an?</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Er kommt dann doch nach langem Warten zurück, nachdem der Veranstalter das Publikum gemahnt hat, bitte leise zu sein. Das Grundrauschen bleibt, weil Sänger und Band rechts von der Bühne und draußen nach wie vor nur bruchstückhaft zu vernehmen sind. Dabei kann Helge Schneider doch so lapidar und larmoyant zugleich Geschichten aus dem wahren Leben erzählen. Hauptmotiv: Sie geht weg – und er bleibt allein mit seinen Sehnsüchten. Der permanente „Tanz auf dem Vulkan“ der Beziehungskiste. Zwischendurch genehmigt er sich und dem Publikum musikalisch ein „sexy Käsebrot“, denn es „ist ein gutes Brot“. Dann hat es nicht nur „gefunkt bei ihr“ sondern auch beim Publikum, als er seinen Klassiker „Katzenklo“ anstimmt. Auch „Aua!“ singt die Fangemeinde mit.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HelgeSchneider_LGS_20260820_194542_Z8A_9575_HBewersdorf-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23042" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HelgeSchneider_LGS_20260820_194542_Z8A_9575_HBewersdorf-1024x683.jpg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HelgeSchneider_LGS_20260820_194542_Z8A_9575_HBewersdorf-300x200.jpg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HelgeSchneider_LGS_20260820_194542_Z8A_9575_HBewersdorf-768x512.jpg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HelgeSchneider_LGS_20260820_194542_Z8A_9575_HBewersdorf-1536x1024.jpg 1536w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HelgeSchneider_LGS_20260820_194542_Z8A_9575_HBewersdorf-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Helge Schneider bei der Landesgartenschau in Ellwangen: der Platz vor der Heimatbühne unterm Zeltdach war zu klein für die zahllosen Anwesenden.                                          (Fotos: Holger Bewersdorf)</figcaption></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bevor er mit „Fitze Fitze Fatze“ wieder etwas zum Mitsingen auspackt, zeigt der Multiinstrumentalist, warum er in der Jazzszene einen hervorragenden Ruf genießt. Mitbekommen haben das jedoch nur die ersten 20 Meter vor ihm und seiner Band. Wenn Helge Schneider jazzt, klappt das nur im Club oder geschlossenem Saal. Für ein Open Air ist der demnächst 71jährige nicht geschaffen. Außer wenn er auf dem Tenorsaxophon den „Mackie Messer“ aus Brechts „Dreigroschenoper“ bläst. Zum „Texas“ Song – „Das alles find ich scheiße“ – setzt er sich einen Hut auf und ans verstimmte Klavier. Motto: Ein bisschen verstimmt muss alles sein. Reim dich oder ich fress dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Masche der banalen Alltagsbeobachtungen mit skurriler Pointe funktioniert auch auf seiner Tour 2026. Dafür nimmt er die „Ellebogen vom Tich“. Er zeigt den Ellebogen und seine Hand, die eine Wange streichelt bei seiner abschließenden Hommage an „Ellwangen, Ellwangen…“ Zuvor hat er noch „100.000 Rosen“ überreicht, ist allein am Strand unterwegs gewesen, hat eine Handpuppe die Ventile seiner „Trompete von Mexiko“ drücken lassen und sich sonst noch in seinem unermesslichen Liedgut getummelt. Gut geschmeckt hat auch das freche „Bonbon aus Wurst. Und Schluß!“ Wirklich Schluss ist dann mit der schon erwähnten Hommage an Ellwangen. Dem Publikum hat’s gut gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wolfgang Nußbaumer </em>      </p>



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		<title>Vier Posaunen in Harmonie</title>
		<link>https://ostalb.net/vier-posaunen-in-harmonie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 13:14:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist schon ein Erlebnis für Auge und Ohr, wenn sich in der barockisierten spätromanischen Basilika in Ellwangen Musik der Renaissance und des frühen Barocks mit diesem Raum vermählt. So geschehen jetzt beim Konzert des Posaunenquartetts OPUS 4 aus Leipzig mit Denny Wilke an der Orgel. &#160;&#160;&#160;&#160;Wo würden die vier Posaunisten des Gewandhausorchesters stehen, ist [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Das ist schon ein Erlebnis für Auge und Ohr, wenn sich in der barockisierten spätromanischen Basilika in Ellwangen Musik der Renaissance und des frühen Barocks mit diesem Raum vermählt. So geschehen jetzt beim Konzert des Posaunenquartetts OPUS 4 aus Leipzig mit Denny Wilke an der Orgel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wo würden die vier Posaunisten des Gewandhausorchesters stehen, ist die erste spannende Frage in der gut besetzten Kirche. Sie haben sich für die Orgelempore entschieden. Das heißt, ihr sonorer Sound braust über die Köpfe der Zuhörerinnen und Zuhörer hinweg, die keinen Blickkontakt haben. Das schmälert den Genuss in keinster Weise. Eher schon die Menschen, die notgedrungen von der Blumenschau im Kreuzgang durch die Basilika zum Ausgang müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ihre Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten eröffnen die Posaunisten und der Organist mit „Multiplicanti sunt“ von Ascanio Trombetti (1544-1590). Schon hier überzeugt der strahlende und doch weiche Klang der Barockposaunen im ausgewogenen Zusammenspiel mit der Orgel. Giovanni Pierluigi Palestrina (1525-1594), der „Fürst der Musik“ wie auf seinem Grab steht, darf mit seiner komplexen, klar strukturierten Musik nicht fehlen. Die Bläser aus Sachsen intonieren „Ecce veniet dies illa“. Bevor sie mit der für Bläser arrangierten geistlichen Chormusik „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ in den deutschsprachigen Raum starten, kann Denny Wilke mit dem fein ziselierten „Nöel en Tambourin“ sein großes Können als Organist solistisch zeigen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-23037" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-1024x768.jpeg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-300x225.jpeg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-768x576.jpeg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-1536x1152.jpeg 1536w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/2-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Musik aus fünf Jahrhunderten erklingt in der voll besetzten Basilika in Ellwangen.           (Fotos: Benjamin Leidenberger)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ein Fest für sich sind die vier Stücke von Aurelio Bonelli und Ludovico Grossi de Viadana, die um 1600 gelebt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Weil der Leiter des Ensembles, Jörg Richter, erkrankt ist, bringt Denny Wilke die Basilikaorgel mit J. S. Bachs „Toccata“ d-Moll wieder solo zum Klingen. Er zieht alle Register und lässt die Pfeifen jubilieren, dass es eine Freude ist. Auch „Carillon de Westminster“ aus der 3. Suite seiner „Pièces de fantasie“ lebt er mit kluger Registrierung zu einem Orgelfest aus. Beide Stücke zählen zu den Höhepunkten dieses Konzerts.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zwischen diesen beiden Kompositionen „singen“ die vier Posaunisten, bei denen Stefan Wagner von der sächsischen Bläserphilharmonie für Jörg Richter eingesprungen ist, den „Vespergesang“ op. 121 von Felix Mendelssohn Bartholdy – sehr harmonisch und innig. OPUS 4 verabschiedet sich mit einem wuchtig-hymnischen Stück von Richard Strauss anstelle des im Programm ausgedruckten „Canticum sacrum“ von Bernhard Krol, der Erkrankung von Jörg Richter geschuldet. Für den herzlichen Beifall des Publikums, das jetzt zu ihnen nach oben zur Orgelempore blickt, bedankt sich das Ensemble mit einem kurzen Bläserstück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Nußbaumer&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Lohnt sich: Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau</title>
		<link>https://ostalb.net/lohnt-sich-treffpunkt-baden-wuerttemberg-auf-der-landesgartenschau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 14:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ostalbgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Sie wissen wollen, wie sich die Dialektgrenze zwischen Bühlerzell und Geifertshofen anhört, sollten Sie unbedingt den ersten Stock im Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Ellwangen aufsuchen. Dort finden Sie noch weitere akustische Beispiele für Dialektunterschiede in der Region. Ferner führt die Ausstellung „Von weltberühmt zu regional beliebt“ in das weite Feld der Kleindenkmale [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie wissen wollen, wie sich die Dialektgrenze zwischen Bühlerzell und Geifertshofen anhört, sollten Sie unbedingt den ersten Stock im Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Ellwangen aufsuchen. Dort finden Sie noch weitere akustische Beispiele für Dialektunterschiede in der Region. Ferner führt die Ausstellung „Von weltberühmt zu regional beliebt“ in das weite Feld der Kleindenkmale und die UNESCO-Welterbestätten Baden-Württembergs ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Linda Prier vom Landesamt für Denkmalpflege erläutert die unterschiedlichen Kleindenkmale, die sich noch am Wegesrand finden. Angefangen bei den Grenzsteinen bis zu den Sühnekreuzen, steinernen Ruhebänken und alten Bogenbrücken.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Fotos-A7III-LGS-RP-WelterbeBW-12.-August-2026-16.jpeg" alt="" class="wp-image-23029" style="width:640px;height:auto" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Fotos-A7III-LGS-RP-WelterbeBW-12.-August-2026-16.jpeg 640w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Fotos-A7III-LGS-RP-WelterbeBW-12.-August-2026-16-300x200.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Patrick Schumann erläutert anhand der Schautafeln die Bedeutung der UNESCO-Welterbestätten.  Das Bild oben zeigt Sabine Schanz-Kollmann (l.) und Linda Trier. Rechts eine Teilnehmerin. (Fotos: Fuzzi &amp; Fuzzi Medienproduktion GmbH) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ihr Kollege Patrick Schumann öffnet den Blick anhand von Schautafeln auf die sieben UNESCO-Welterbestätten in Baden-Württemberg. Beispielhaft erwähnt seien das Zisterzienserkloster Maulbronn, der Obergermanisch-Raetische Limes, dem in Aalen ein Museum gewidmet ist, und die Höhlen- und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb im Ach- und Lonetal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Begrüßt hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Presseführung die Leiterin des Treffpunkts Baden-Württemberg, Sabine Schanz-Kollmar. Sie gehört zum Team von bwgrün.de, der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen. Der Treffpunkt Baden-Württemberg ist die offizielle Vertretung des Landes auf Landesgartenschauen und Gartenschauen in Baden-Württemberg und wird seit 1994 von bwgrün.de im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg organisiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie man auch an diesem Ausstellungsbeispiel sieht, hat die LGS in Ellwangen neben dem Natur- und Veranstaltungserlebnis noch einiges an lohnenden Informationen zu bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wolfgang Nußbaumer </em>   </p>
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		<title>Die Poesie der Farben</title>
		<link>https://ostalb.net/die-poesie-der-farben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 13:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer es gerne hell hat, ist bei Waltraud Schwarz in besten künstlerischen Händen. Das Licht bestimmt in weiten Teilen die abstrakten Bildwelten der Aalener Künstlerin. Der Kunstverein Aalen zeigt zu ihrem 80. Geburtstag eine umfassende Retrospektive; darunter Arbeiten, die bisher noch nicht öffentlich zu sehen gewesen sind. Bei der Vernissage am Freitag werden selbst Stehplätze [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wer es gerne hell hat, ist bei Waltraud Schwarz in besten künstlerischen Händen. Das Licht bestimmt in weiten Teilen die abstrakten Bildwelten der Aalener Künstlerin. Der Kunstverein Aalen zeigt zu ihrem 80. Geburtstag eine umfassende Retrospektive; darunter Arbeiten, die bisher noch nicht öffentlich zu sehen gewesen sind. Bei der Vernissage am Freitag werden selbst Stehplätze zur Mangelware.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das „Zwischenspiel II“ zwischen den großen Ausstellungen des Kunstvereins macht mit dem Schaffen einer Künstlerin bekannt, „die ihr Leben der Kunst verschrieben hat“, wie die Vorsitzende Ines Mangold-Walter feststellt. Sie nimmt diese Kunstschau gleich zum Anlass, für die regionalen Initiativen und deren Kreativität „dringend mehr Förderung“ zu verlangen. Nicht, wie vom neuen Kultur-Staatsminister Weimer betrieben, die Fördermittel für Großprojekte wie die Wagner-Festspiele in Bayreuth zu verwenden. Nicht nur für sie ein „Angriff auf die Innovationskraft der Kunst“. Dafür erhält die Vorsitzende spontanen Beifall. Die Stadt Aalen lässt den Kunstverein mit seiner den Gemeinsinn fördernden Arbeit allerdings nicht im Regen stehen, wie die Leiterin des Kulturamtes, Karin Haisch, im Gespräch betont.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Neben einem großen Triptychon entlockt der Theremin-Virtuose Axel Nagel seinem magnetischen Instrument die Melodie des „Aquariums“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-&nbsp;Saëns. Dieses Gemälde kann man durchaus als diffuses Aquarium betrachten, in dem sich allerlei amorphe Kreationen tummeln. Ines Mangold-Walter interpretiert in ihrer Einführung das Bild indes als Landschaft; jedoch keine, die man verorten kann. Sie sieht in dieser „Poesie der Farben“ eher einen Zustand des Sehens und Beschreibens innerer Zustände. Dafür spricht die Komposition vieler Arbeiten. Das leuchtende Gelb kontrastiert Waltraud Schwarz mit blauen, roten und grünen Flächen. Behauptet sich in diesen Werken das Licht gegen die Dunkelheit? Die Hoffnung gegen die Dystopie?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="785" height="1024" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Schwarzakt-785x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23019" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Schwarzakt-785x1024.jpeg 785w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Schwarzakt-230x300.jpeg 230w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Schwarzakt-768x1001.jpeg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Schwarzakt-1178x1536.jpeg 1178w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Schwarzakt-1571x2048.jpeg 1571w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/Schwarzakt-scaled.jpeg 1963w" sizes="auto, (max-width: 785px) 100vw, 785px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diesen Akt hat Waltraud Schwarz in einer Hängematte platziert.                              (Fotos: -uss)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie das Licht ist auch der Kontrast zwischen Hell und Dunkel für das Schaffen der Künstlerin signifikant. Diese Beobachtung beginnt bei den Radierungen und Gouachen, die noch unter dem Einfluss des großen hiesigen Malers Ernst Wanner entstanden sind, der viele Jahre an der VHS Aalen unterrichtet hat. Sie setzt sich über ihre Aktzeichnungen und -skizzen fort bis zu den aktuellen Werken, mit denen der Kunstverein in seiner Galerie drei Stockwerke bestückt hat. Dabei handelt es sich bei dieser Fülle nur um eine Auswahl. Bei Waltraud Schwarz paart sich die Kreativität offensichtlich mit immensem Fleiß und malerischer Leidenschaft.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Künstlerin steht in der Tradition des französischen Impressionisten Claude Monet und des englischen Licht-Malers William Turner, wie Ines Mangold-Walter erläutert. Farbe wird zum Licht und Licht zur Farbe. Die Landschaft wird zum Empfindungsstück; es geht nicht mehr um gegenständliche Inhalte. Insofern sind ihre bemalten Würfel paradoxe Innovationen. Die Form fällt geometrisch auf; die Bilder, die sie trägt, sind jedoch abstrakt. Letztlich sind diese Würfel ein weiterer Beweis für ihre künstlerische Neugier, bildnerische Ideen umzusetzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wer also den weiten Weg vom Gegenstand in die Abstraktion verfolgen möchte, den Waltraud Schwarz seit den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts zurückgelegt hat, sollte sich für den Besuch ihrer Ausstellung im Kunstverein viel Zeit nehmen. Denn es gibt viel zu sehen. Eben auch Arbeiten, die bisher nicht öffentlich gezeigt worden sind, wie die Druckgrafiken und die Akte. Mit einem sich lohnenden, ausführlichen Blick auf diese Werkschau honoriert man auch einen „Herzenswunsch“ der Künstlerin: „Einmal hier im Kunstverein ausstellen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Info: </strong>Die Ausstellung „Ein Leben mit der Kunst“ ist bis 13. 09. Mittwoch von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag 16 bis 19 Uhr sowie Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage 10.30 bis 17 Uhr geöffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wolfgang Nußbaumer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em></p>



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		<item>
		<title>Musik verbündet sich mit Raum und Licht</title>
		<link>https://ostalb.net/musik-verbuendet-sich-mit-raum-und-licht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 11:28:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
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					<description><![CDATA[Olivia Trummer spielt und singt. (Fotos: Helmut Hientzsch)]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die EKM-Jazzkonzerte in der Gmünder Johanniskirche sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Sie sind vom gleichen hohen Niveau geprägt wie die übrigen Konzerte. Deshalb verwundert es nicht, dass dieser besondere Ort Freitagabend wieder voll besetzt gewesen ist, um mit dem Olivia Trummer Trio das Zusammenspiel von Musik, Raum und Licht zu erleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Passend zum Motto des Festivals hat sich die singende Pianistin Gedanken über die „Balance“ gemacht. Man brauche viel Geduld, um sie zu erlangen. Ob Olivia Trummer mit dem russischen Kontrabassisten Makar Novikov und dem israelischen Schlagzeuger Amir Bresler viel Geduld aufbringen musste, um dieses ausgewogene Programm zusammen zu stellen, wissen wir nicht. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Denn zu verfolgen, wie dieses Trio virtuos auf dem schmalen Grat zwischen verschiedenen musikalischen Genres balanciert ist, war ungemein spannend. Begegnet sind sich die Drei ohnehin auf Augenhöhe. Nicht nur, weil sie gleich groß sind, sondern weil sie sich auch technisch und interpretatorisch das Wasser reichen können.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fast alle Stücke hat die grazile Frau selbst komponiert oder zumindest arrangiert. Wie „What the world needs now“ von Burt Bacharach, „My baby just cares for me“ von Walter Donaldson und zwei Interpretationen von Beethovenkompositionen. Gerade bei ihnen kommt ihr Rüstzeug als klassische Pianistin besonders gut zur Geltung. Anschlagskultur im Dienste sensiblen Hineinfühlens.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="675" src="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HIE_9319-2--1024x675.jpg" alt="" class="wp-image-22996" srcset="https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HIE_9319-2--1024x675.jpg 1024w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HIE_9319-2--300x198.jpg 300w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HIE_9319-2--768x506.jpg 768w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HIE_9319-2--1536x1012.jpg 1536w, https://ostalb.net/wp-content/uploads/2026/08/HIE_9319-2-.jpg 1972w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Trio von Olivia Trummer in Aktion in der Johanniskirche, umspielt vom Licht.                     (Fotos: Hartmut Hientzsch)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu später Stunde hat das Trio sein Programm mit einem „Tagtraum“ mystisch verträumt eröffnet. Schon wenig später signalisieren vertrackte Rhythmen und Trummers Scatgesang ein genuines Jazz-Gen. Mit Musik kann man die Schwerkraft überwinden, erklärt sie. Wenn man so will, kann man die am Ende gut 90 Minuten dauernde Performance im Zustand der Schwerelosigkeit genießen. Zumindest ein Aspekt der Liebe, die sie in „Piece of love“ als Lösung und Ursprung vieler Probleme besingt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In die Liedermacherrolle schlüpft sie, als sie pfiffig und mit kritischem Unterton hinterfragt, was man mit „500 Millionen“ auf dem Konto machen könnte. Zuvor hat sie noch den zur derzeitigen Trockenheit passenden Song zum Besten gegeben: „Thirsty in the bathtub“ von ihrer 2022 erschienenen CD „For You“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie wichtig der Gleichgewichtssinn, die Balance ist, offenbart „Beethoven &amp; beyond“. Sie beginnt klassisch, um dann den großen Meister nach allen Regeln der Kunst zusammen mit ihren beiden Mitstreitern zu verjazzen. Novikov verwandelt sein voluminöses Instrument in höchsten Lagen in eine melodienselige Geige und Amir Bresler rührt mit den Besen ein pikantes Percussionmenu zusammen. „Wie die Zeit vergeht“, singt Olivia Trummer. Mit ihr viel zu schnell. Doch dann legt sie einen Stopp ein. Das Trio verharrt in aller Stille. Die Sekunden fließen dahin. Und das Publikum spielt mit. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Bis die Frau am Flügel das Mysterium der Stille wieder aufhebt und den „Eternal dance“ anstimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zwei Zugaben erklatscht sich das Publikum: „I’m Old Fashioned“ und quasi als Premiere „Anywhere“. Dieser Song ist noch auf keinem Tonträger zu hören. Olivia Trummers Dank gilt zum Schluss noch EKM-Intendant Klaus Stemmler für die Möglichkeit, hier auftreten zu dürfen. (Fotos: Hartmut Hientzsch)&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wolfgang Nußbaumer&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em>&nbsp;&nbsp;</p>



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<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
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