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Bei der Jahreshauptversammlung des Städtepartnerschaftsvereins im Ratskeller wurde Alt-OB Ulrich Pfeifle (Mitte) am Donnerstagabend einstimmig zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Personen von links: Herman Schludi (zweiter Vorsitzender), Ulrich Pfeifle (Oberbürgermeister a.D.), Hildegard Stehle (erste Vorsitzende). Foto: JO

Bei der Jahreshauptversammlung des Städtepartnerschaftsvereins im Ratskeller wurde Alt-OB Ulrich Pfeifle (Mitte) am Donnerstagabend einstimmig zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Personen von links: Herman Schludi (zweiter Vorsitzender), Ulrich Pfeifle (Oberbürgermeister a.D.), Hildegard Stehle (erste Vorsitzende). Foto: JO

Einstimmigkeit herrschte unter den Mitgliedern des Städtepartnerschaftsvereins, als sie am Donnerstagabend bei der sehr gut besuchten Hauptversammlung im Ratskeller Ulrich Pfeifle zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannten. Pfeifle habe für die Stadt Aalen Partnerstädte in Europa gesucht, gefunden und vor allem mit Leben erfüllt, sagte die erste Vorsitzende Hildegard Stehle.

In erster Linie habe Pfeifle Vorurteile abbauen und das gegenseitige Kennenlernen fördern wollen, meinte Herman Schludi, zweiter Vorsitzender, in seiner Laudatio. Auf diese Weise sollte auf kommunaler Ebene ein Beitrag für dauerhaften Frieden geleistet werden. Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied wolle der Verein ein Zeichen dafür setzen, dass es auch heute noch, in Zeiten des ungehinderten Reisens, der weltweiten Kontakte und der, im wahrsten Sinne, alle Grenzen überschreitenden Kommunikation und des grenzenlosen Tourismus, gute Gründe gebe, die Arbeit an Städtepartnerschaften nicht zu vernachlässigen, so Schludi. Unter der Ägide von Alt-OB Pfeifle habe die Stadt Aalen begonnen, sich in internationalen Netzwerken zu engagieren und hat inzwischen fünf offiziell registrierte Partnerschaften, so Schludi. Pfeifle erzählte in lebhafter Weise von der ersten, 1978 gegründeten, Partnerschaft mit Saint Lô in Frankreich und der zweiten Partnerschaft mit Christchurch in Südengland. “Der Blick nach Osten hatte politische Beweggründe”, erklärte Pfeifle zur dritten Partnerschaft mit dem ungarischen Tatabánya. Er habe unbedingt eine Partnerschaft hinter dem eisernen Vorhang wollen, erklärte Pfeifle. Ein Wasseralfinger Verein hatte zwar schon Kontakte zu Tatabánya, doch erst mit Hilfe des Auswärtigen Amts habe es geklappt. Auch die Partnerschaft mit Antakya in der Türkei sei politisch motiviert gewesen, fuhr Pfeifle fort. Zudem stammten viele in Aalen lebende Türken aus der Provinz Hatay, deren Hauptstadt Antakya ist und wollten ihm unbedingt ihre Heimat zeigen, so Pfeifle. In ihrem Jahresrückblick berichtete Hildegard Stehle von den vielen Aktivitäten des Vereins. Ein Höhepunkt sei sicherlich die Gründung der Städtepartnerschaft mit Cervia in Italien gewesen, meinte Stehle. Gerade in Cervia habe sich ein weites Arbeitsfeld aufgetan, so Stehle.

Nachdem im letzten Jahr das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit Christchurch gefeiert werden konnte, wird in diesem Jahr die 25-jährige Partnerschaft mit Tatabánya begangen. In Tatabánya selbst wird es dazu viele Veranstaltungen geben und in Aalen wird das Jubiläum an den Reichsstädter Tagen gebührend gefeiert.

Matthias Deutschmann – Deutsche wollt ihr ewig leben?


In der ausverkauften Essinger Schlossscheune redet Matthias Deutschmann in seinem Kabarettsolo über die Griechen, den Papst und die Deutschen und begeistert mit seinen teils schmerzhaften “Wahrheiten” das Publikum.

“Deutsche, wollt ihr ewig leben?” – unter diesem Motto präsentierte der Satiriker und Kabarettist Matthias Deutschmann sein Soloprogramm am Samstagabend in der Schlossscheune. Vom 28 Grad warmen Freiburg sei er nach “Schwäbisch Sibirien” gekommen, meinte Deutschmann. Es sei schon bemerkenswert, dass seine Garderobe in der Stallgasse sei. Dann ließ er sich über die Griechen aus, die alten Griechen, und schlug vor, dass man für jedes griechischstämmige Wort 50 Cent zahlen müsste, dann wäre das Land bald saniert. Bundeskanzlerin Angela Merkel spreche immer nur von der Eurozone, nicht von der EU. Das habe sicher mit ihrer Vergangenheit zu tun, so Deutschmann spitz. Dann erzählte er vom Papstbesuch in Freiburg. Das Höllental sei gesperrt und der kleine Ort Himmelreich kurzfristig nicht erreichbar gewesen. Für die Sitzbänke seien insgesamt 25 Kilometer Holz verbraucht worden, was hätte die Katholische Kirche damit alles anfangen können, fragte der Satiriker. In seiner Rede im Bundestag habe der Papst die Abgeordneten mit Leichtigkeit überfordert. Dann leitete Deutschmann, der immer wieder minimal auf seinem Cello spielte das Thema auf Luther, sinnierte über die Art, wie Deutsche fluchen und baute ein wenig Latein in seine Darbietung ein. “Ein wenig Latein schafft immer eine Distanz zum Publikum”, meinte Deutschmann. So setzte sich sein Programm “deftig wie die schwäbische Küche” fort. Im letzten Jahr seien die Themen schnell aufgetaucht und auch wieder schnell verschwunden, regte er sich auf. Das mache man doch nicht. Umso dankbarer seien er und seine Kollegen für das Thema “Wulff”. “Hier wurden die Kabarettisten reich beschenkt”, freute sich Deutschmann. So hangelte er sich von Thema zu Thema und das Publikum wusste oft nicht ob es weinen oder lachen musste, so viel Wahrheit steckte in den teils bissigen und spitzen Aussagen von Deutschmann. Doch Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Auch wenn es weh tut.

Cervia präsentiert sich in Aalen

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Am Samstagvormittag haben Oberbürgermeister Martin Gerlach und sein italienischer Amtskollege Roberto Zoffoli die Ausstellung besucht. Personen von links: Hotelier Luca Sirilli, Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler, Günter Höschle (Städtepartnerschaftsverein), Cervias Bürgermeister Roberto Zoffoli, OB Martin Gerlach, Organisatorin Sara di Stefano, Cesare Brusi (Direktor des Hotelverbands ASCOM), Roberta Penso (Inhaberin Hotel Perla Verde und Präsidentin des Hotelverbands Confesercenti Cervia). Foto: Joachim Ostowski

Von Donnerstag bis Samstag haben sich zwölf Hoteliers aus Cervia in Aalen präsentiert und zahlreichen Aalenern Geschmack auf die Adria gemacht. Gleichzeitig zeigte eine Ausstellung im Rathausfoyer farbenprächtige Bilder und Objekte aus Cervia und der Provinz Ravenna. Organisatorin Sara di Stefano zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. Die Hoteliers der verschiedenen Hotel- und Gaststättenverbände würden seit vierzehn Jahren immer in einer anderen Stadt für Cervia werben, meinte di Stefano. Nachdem Aalen und Cervia Partnerstädte seien, liege der Fokus nun auf Aalen.

40 Hotels hatten sich im letzten Jahr zur Gruppe “Freunde aus Aalen” zusammengefunden und bieten für Aalener Bürgerinnen und Bürger besondere Konditionen an. So erhalten Aalener in diesem Jahr eine zusätzliche, kostenlose Übernachtung und zudem die italienischen Autobahngebühren erstattet, wenn sie ihren Urlaub in einem der angeschlossenen Hotels buchen. Weiterhin konnte an den Ständen an einem Preissauschreiben für kostenlose Aufenthalte mitgemacht werden. Cervia gilt nicht nur als einer der beliebtesten Urlaubsorte an der Adria, sondern hat auch historisch einiges zu bieten. So wird beispielsweise seit Jahrhunderten das gesunde Meersalz gewonnen. Jährlich wird mit der “Rotta del Sale” an die alten Seewege des Salzhandels erinnert, wenn mit Salz beladene historische Boote nach Venedig segeln. Sehr bekannt und beliebt ist auch die Meereshochzeit. Die “Sposalizio del Mare” wird seit 1445 in Cervia gefeiert. Zelebriert wird hier ein uraltes Ritual, bei dem die Jugend Cervias nach einem Ring fischt, den der Bischof ins Meer wirft. Aalen war bereits zweimal Partner der Meereshochzeit, die in diesem Jahr vom 19. bis 20. Mai gefeiert wird.

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Der Stand auf dem Marktplatz war gut besucht. Foto: Joachim Ostowski

Beim Besuch der Ausstellung im Rathausfoyer am Samstagvormittag erhielt Oberbürgermeister Martin Gerlach von Cervias Bürgermeister Roberto Zoffoli die Einladung, an der “Rotta del Sale” teilzunehmen. Dies gilt als besondere Ehre, da die Teilnahme an der Segeltour normalerweise nur den Mitgliedern des “Circolo Nautico” vorbehalten ist. Auch einige örtliche Veranstalter und Organisationen haben mittlerweise Cervia in ihr Programm aufgenommen. So bietet beispielsweise die VHS-Aalen in Kooperation mit der Familienbildungsstätte und dem Städtepartnerschaftsverein einen Familienurlaub in Cervia in den Pfingstferien an. Neben einem Intensiv-Sprachkurs können Segelkurse oder weitere Aktivitäten individuell dazugebucht werden.

Mehr Infos zum Familienurlaub in Cervia gibt’s hier.

Touristikgemeinschaft Sagenhafter Albuch auf der CMT 2012

Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten, Klaus Maier, trafen sich die Verwaltungsvertreter der Touristikgemeinschaft Sagenhafter Albuch mit der Stadt Heubach und den Gemeinden Bartholomä, Essingen und Steinheim am vergangenen Montag auf der CMT in Stuttgart. In der Halle 6, Stand 6 B 70 ist die Touristikgemeinschaft Sagenhafter Albuch mit den neuen Produkten „Wanderblume“, einem neuen Gastgeberverzeichnis und auch mit „Winter auf dem Albuch“ vertreten. Die Bürgermeister und Verwaltungsvertreter warben gemeinsam für die hervorragenden Potentiale im Sagenhaften Albuch, mit der einzigartigen Natur und Geologie, einer hervorragenden Gastronomie und dem facettenreichen Kulturleben.
Die Messe in Stuttgart ist noch bis einschließlich kommenden Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

In Oberkochen beginnt die närrische Zeit

Beim traditionellen Narrenbaum setzen der Oberkochener Narrenzunft Schlaggawäscher erhielten am Freitagnachmittag vier neuen Mitglieder ihre Maskentaufe. Mit eiskaltem Kocherwasser bearbeitete Maskenmeister Holm Roscher (li) das Gesicht von Petra Walter (re) vom „Schlagga“-Ruß. Foto: Joachim Ostowski

Mit dem Setzen des Narrenbaums beginnt die närrische Zeit in Oberkochen. Vier neue aktive Mitglieder werden getauft.

Mit vereinten Kräften hat die Narrenzunft Schlaggawäscher am Freitagnachmittag in der Ortsmitte traditionell den Narrenbaum gesetzt und mit einem kräftigen „Schlagg Hoi“ die närrische Zeit eingeläutet. Gleich vier neue aktive Mitglieder durfte Maskenmeister Holm Roscher taufen. Mit kaltem Kocherwasser wurden die Täuflinge aus den Gruppen Hamballe und Bilzhannes zunächst mit einer Wurzelbürste vom Ruß befreit. Roscher ging hier nicht gerade zimperlich vor. Mit festem Griff packte er die Nacken der Täuflinge und tauchte ihre Köpfe in einen Zuber mit eiskaltem Kocherwasser. Danach bearbeitete er die rußgeschwärzten Gesichter mit einer Wurzelbürste. Als Belohnung durften die frisch gewaschenen Täuflinge Berliner essen, die offensichtlich nicht mit Marmelade, sondern mit Ketchup, Senf und Peperoni gefüllt waren und zu guter Letzt gab es einen Schnaps mit Sardelle. Der Schnaps gehöre abgeschafft, meinte Roscher. Der sei wirklich eklig. Doch die Täuflinge Petra Walter, Tobias Kinzler, Martin Bloch und Sebastian Rickmann ertrugen die Prozedur mit Bravur und sind fortan in die Gemeinschaft der aktiven Maskenträger aufgenommen. Abschließend staubte Roscher symbolisch die Masken der Hamballe, Schlaggawäscher und Bilzhannes ab.

Als Belohnung durften sie Berliner essen, die sichtlich nicht mit Marmelade gefüllt waren. Personen von links: Sebastian Rickmann, Martin Bloch, Tobias Kinzler und Petra Walter. Foto: Joachim Ostowski